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Baut Schulen! Helft den Flüchtlingskindern vor Ort!

FlüchtlingskinderSprechen wir zur Abwechslung mal nicht über die „Asylbetrüger“, die die derzeitige Lage zur illegalen Einwanderung ausnutzen, sondern über die, die wirklich Hilfe brauchen. Die Hälfte der weltweit 60 Millionen Flüchtlinge sind Kinder. Aus einem aktuellen UNICEF-Bericht mit dem Titel „Education Under Fire“ geht zudem hervor, daß 13 Millionen Kinder im Nahen Osten und Nordafrika aufgrund von Krieg und Terrorismus keine Möglichkeit mehr haben, eine Schule zu besuchen.

Fast 9.000 Schulen in Syrien, Irak, Jemen und Libyen seien zerstört oder nicht benutzbar, Tausende Lehrer haben ihre Heimat bereits verlassen und vielerorts ist der Schulweg lebensgefährlich, weshalb die Eltern ihre Kinder lieber zu Hause lassen, berichtet UNICEF.

Gerade die Nachbarländer Syriens, wo sich noch immer weit über 90 Prozent der Flüchtlinge des Bürgerkriegs aufhalten, sind nicht in der Lage, aus eigener Kraft für die Bildung aller Kinder zu sorgen. Das Ganze führt zu einer gefährlichen Spirale: Wo es keine Möglichkeit gibt, eine Schule zu besuchen, gedeihen Kinderarbeit, Prostitution und Terrorismus, weil die Menschen schließlich von irgendetwas leben müssen. Im Zweifelsfall ist dabei die Terrormiliz der beste Arbeitgeber.

„Campschulen“ in den Nachbarländern von Syrien

Der einzige Ausweg aus dieser Misere ist die Auswanderung nach Europa. Wer in seiner Heimat für seine Kinder keine Schule findet, geht eben woanders hin, wo es Bildungseinrichtungen gibt. Das ist absolut verständlich und viele Eltern in Deutschland würden genauso handeln.

UNICEF schlägt nun zur Lösung dieses Problems vor, in den Flüchtlingslagern rund um Syrien sowie in den entsprechenden Krisenregionen „Campschulen“ einzurichten und den bereits vorhandenen informellen Unterricht zu zertifizieren. Dies hätte auch den Vorteil, daß die Kinder hauptsächlich von einheimischen Lehrern unterrichtet werden könnten.

Wir brauchen heimatnahe Exil-Städte für Flüchtlinge

Der Vorschlag geht vollkommen in die richtige Richtung und wäre das wohl wichtigste Teilprojekt von „Exil-Städten“, die heimatnah eingerichtet werden sollten. In diesen „Exil-Städten“ sollten Flüchtlinge ihre Unternehmen, wenn möglich, fortführen, und europäische Firmen könnten dort zusätzlich Ausbildungen und Arbeitsplätze anbieten.

In den Niederlanden wird dieser Vorschlag gerade intensiv diskutiert. In Deutschland ist diese Diskussion jedoch leider noch nicht angekommen. Hierzulande gibt die Regierung lieber 10 Milliarden Euro dafür aus, Asylbewerber in Hotels, Pensionen, Turnhalten und Zelten unterzubringen.

(Bild: UNICEF)

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Autor: Felix Menzel

Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

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