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Der wirkliche Asyl-Ansturm und das große Chaos kommen erst noch

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Weltweit konnten im letzten Jahr die Menschen aus den ärmeren Ländern an ihren Fernsehbildschirmen beobachten, wie täglich Tausende „Flüchtlinge“ nach Europa strömten und ihnen bei der Einreise und Integration sogar noch geholfen wurde. Wer weiß nun, bei wie vielen dieser Menschen im letzten Sommer der Entschluß gereift ist, es nächstes Jahr auch zu versuchen? Niemand kann dies genau einschätzen, aber die Prognosen sind erschreckend.

  • Der Politikwissenschaftler Winfried Veit warnte im November 2015 vor einem „Jahrzehnt der Massenmigration“. Es spiele dabei eine untergeordnete Rolle, ob die Menschen aus Diktaturen oder formalen Demokratien kämen. Denn: „Die meisten Migranten sind keine politischen Flüchtlinge, sondern Wirtschaftsflüchtlinge“, so Veit.
  • Woher könnten diese nun kommen? Allein in Ägypten suchen derzeit bis zu fünf Millionen Migranten aus Schwarzafrika nach einer neuen Perspektive. Viele von ihnen könnten nach Europa weiterziehen.
  • Aus Afghanistan dürften pro Monat bis zu 100.000 Menschen nach Europa aufbrechen. Dort gibt es zudem ca. 1,2 Millionen Binnenflüchtlinge, von denen viele mit dem Gedanken spielen könnten auszuwandern.
  • Die zwei Millionen Flüchtlinge in der Türkei, die eine Million im Libanon sowie die 630.000 Syrer, die derzeit noch in Jordanien leben, werden nur in diesen Ländern bleiben, wenn sich dort ihre Situation entscheidend verbessert. Das heißt: Ohne ausreichend Nahrung, Bildungs- und Arbeitsmarkt-Chancen gibt es keinen Grund, in den an Syrien angrenzenden Flüchtlingslagern zu bleiben. Es gibt für die Menschen dann zwei Alternativen: Auf nach Europa oder wieder rein in den syrischen Bürgerkrieg, um dort irgendeiner Kriegspartei zu helfen.
  • Pakistan kündigte unlängst das Rückübernahmeabkommen mit den EU-Staaten. De facto heißt dies, daß abgelehnte Asylbewerber nicht mehr abgeschoben werden können und sich dadurch ihre Bleibechancen enorm erhöht haben. Da in Pakistan 2,3 Millionen Binnenflüchtlinge leben, ist die Wahrscheinlichkeit einer Auswanderungswelle zudem äußerst groß.
  • In Libyen sitzen ca. eine Million Flüchtlinge aus Syrien, Somalia, Eritrea und anderen afrikanischen Staaten fest. 700.000 Libyer dagegen leben in Tunesien von ihren Ersparnissen. Inzwischen hat Tunesien allerdings eine 200 Kilometer lange Grenzanlage zu Libyen eingerichtet, um sich vor Terroristen zu schützen. Diese Maßnahme könnte auch Migrationsbewegungen beeinflussen. Umso schwieriger es ist, in Nordafrika zu migrieren, umso wahrscheinlicher sind Fluchtversuche nach Europa. Alaya Allani, Professor für Zeitgeschichte in Tunis, geht davon aus, daß die Zahl der afrikanischen Migranten nach Europa weiter stark ansteigen werde.
  • Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland aus Marokko und Algerien hatte sich zuletzt innerhalb eines halben Jahres vervielfacht. Trotzdem ist die Gesamtzahl der Asylbewerber weiterhin verhältnismäßig gering. In Marokko liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei 50 Prozent, allerdings ist die direkte Einreise nach Europa über Spanien aufgrund einer funktionierenden Abschottungspolitik beinahe unmöglich, weshalb die Marokkaner jetzt über die Balkan-Route kommen. Die marokkanische Regierung geht zudem sehr konsequent gegen afrikanische Migranten, die nach Europa wollen, vor. Eine Einwanderungswelle nach Europa wäre dennoch denkbar, weil bereits fast drei Millionen Marokkaner in Europa leben. Sie könnten Verwandte und Freunde über bestehende Kontakte nachziehen.

Vor den Toren Europas dürften also insgesamt 15 bis 20 Millionen Menschen leben, die mit dem Gedanken spielen könnten, nach Europa auszuwandern. Für die meisten davon wird eine interkontinentale Migration zu teuer sein. Es reichen jedoch zehn Prozent dieser potentiellen Einwanderer aus, um Deutschland und Europa ins Chaos zu stürzen. Denn:

  1. Eine Million Asylbewerber kosten Deutschland zehn bis 20 Milliarden Euro für die Unterbringung sowie in den ersten fünfzehn Jahren bis zu 15 Milliarden Euro/Jahr für Sozialleistungen. Rechnet man auch noch die Mehrkosten des Staates für Polizei, Lehrer, Wohnungsbau und (Arbeitsmarkt-)Integration mit ein, kommt man sehr schnell auf Ausgaben in Höhe von 50 Milliarden Euro, die jede (!!!) Million Asylbewerber langfristig kostet.
  2. Selbst wenn sich unter den Asylbewerbern nur fünf Prozent Terroristen und Intensivtäter befinden sollten, was eine realistische Schätzung ist, handelt es sich eben um 50.000 Straftäter, die mit jeder Million Asylbewerbern einwandern. Dies dürfte ausreichen, um eine auf Frieden programmierte, „offene“ Gesellschaft innerlich und äußerlich zu zerreißen.

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(Bild: Fotomovimiento, flickr, CC)

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

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  1. Vielen Dank für das Zusammenstellen der Zahlen.
    Wer einigermaßen rechnen kann, sollte doch sehen, dass wir so nicht weitermachen können.
    Ich verstehe mein Land nicht mehr!

    Antworten

  2. Bei diesem zu befürchtenden Massenzustrom würde aber selbst die Angela Merkel des unbegrenzen Asylrechts ins Straucheln kommen. Sie könnte es notfalls mit Verweis auf Grundgesetz und Genfer Flüchtlingskonvention rechtfertigen, weitere Millionen an angeblichen oder tatsächlichen Kriegsflüchtlingen aus Syrien aufzunehmen. Selbst das würde natürlich zu Deutschlands Untergang in seiner bisherigen Form führen, aber dieser wäre dann immerhin vermeintlich rechtlich oder moralisch abgesichert.

    Insoweit es allerdings um Millionen Einwanderer aus (Nord)Afrika geht, hat Angela Merkel verloren. Zwar sollte Deutschland im eigenen Interesse selbst dann keine weiteren Flüchtlinge von dort aufnehmen, würde dort überall Krieg und politische Verfolgung herrschen. Es gibt dort aber nicht, jedenfalls auf ein ganzes Land bezogen, Krieg und politische Verfolgung. Damit entfallen also für nahezu alle Einwanderer von dort die Asyl- und Schutzgründe. Merkel wird es also nicht schaffen, die deutsche Bevölkerung davon zu überzeugen, massenhafte Einwanderung aus Afrika zu akzeptieren. Falls diese Einwanderung aber im zu befürchtenden Ausmaß stattfindet, müsste sie eigentlich auch dem Einsatz von Gewalt zur Verhinderung dieser Einwanderun zustimmen. Es bleibt natürlich immer noch der Trick für Einwanderer aus Nordafrika, sich als Syrer auszugeben. Inwiefern ihnen das hunderttausendfach gelingen könnte, bleibt abzuwarten.

    Vielleicht schaffen es die jungen Nordafrikaner aber ja, folgendes Kunststück zu vollbringen: Sofern die Einwanderung nach Europa in ihrem kollektiven Interesse läge, könnten sie sich absprechen, in Tunesien, Marokko, Ägypten usw. einen Bürgerkrieg zu entfesseln, aufgrunddessen sie dann doch eine Rechtsgrundlage für die Einwanderung nach Europa hätten. Diese Absprache wird so natürlich nicht gelingen, da sie nicht im Interesse des Einzelnen liegt, der möglicherweise in einem solchen Bürgerkrieg umkommt. Auf anderem, indirektem Wege könnte sie aber sehr wohl gelingen oder ist andernorts bereits gelungen: Durch die modernen Medien erfahren die jungen Nordafrikaner davon, wie toll das Leben in der westlichen Welt doch ist. Sie sind wütend bzw. neidisch auf diese reichen Länder, warum diese in ihren Augen moralisch verkommenen (bzw. ungläubigen) Menschen es besser haben als sie – schließlich kommt auch die frühere koloniale Besatzung durch einen Teil dieser Länder ins Spiel, die die Missgunst verstärkt. Dieser Wut auf die westlichen Länder können sie allerdings nicht direkt Ausdruck verleihen, hängt man doch von ihnen finanziell (z.B. über den Tourismus oder die Entwicklungshilfe) ab. Also stellen sie an ihren jeweiligen Herrscher, Präsidenten, Diktator usw. den Anspruch, sie mit einem ähnlichen Lebensstandard auszustatten. Wenn er das nicht schafft, gibt es einen Volksaufstand. Die Aggressionen, die man gegenüber dem Westen nicht ausüben kann, verlagern sich auf eigene Landsleute: Es kommt zum Bürgerkrieg. Und schon ist die Möglichkeit der zunächst illegalen, durch den Asyl- oder Schutzstatus dann aber schließlich legalen Einreise nach Europa geschaffen.

    Sicher ist diese Erklärung des Ausbruchs von Volksaufständen oder Bürgerkriegen vereinfachend, aber was spricht eigentlich dagegen, dass es letztlich so ablaufen könnte? Unzufriedenheit über den mangelnden Lebensstandard im Vergleich zum Westen führt zu Gewalt, Gewalt erlaubt die Einreise in ein Land, das diesen erwünschten Lebensstandard bereitstellen kann.

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    • Ja, Frau Hansen, richtig. Doch diese Leute spielen nicht mit dem Gedanken ‚Deutschland‘, sie tragen ihn verankert in sich. Was schuetzt? Politik nicht, deren Unfaehigkeit, angefangen bei der merkelschen Plapperei, ist ausreichend erwiesen. Ungarn praktiziert es, einen ZAUN drumherum, Rueckschritt in’s Mittelalter, da war es Gang und Gaebe, von Staedten bis Laendern. Sicher, dem freien Handel innerhalb der EU ist das abtraeglich, aber immer noch besser als ein Sodom und Gomorra infolge der unkontrollierten Eskalation des Zustroms.

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