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DRK Pflegeeinrichtung in Eutin: Rentner raus, Asylanten rein

Wohnen wie Gott in Frankreich – wer wünscht sich das nicht? Zumindest vom Namen des Bereichs „Schloss Eutin“ des DRK Pflegezentrums im schleswig-holsteinischen Eutin her, wurde dies für viele ältere Menschen noch einmal zu einer kleinen Wirklichkeit.

Inmitten der Seenplatte der Holsteinischen Schweiz gelegen, bietet Eutin aber auch all denjenigen, die nicht im tatsächlichen Schloss Eutin residieren dürfen, eine malerische Bleibe. Im 7. Jahrhundert gründeten slawische Siedler die heutige Kleinstadt mit knapp 17.000 Einwohnern, was bis heute der aus dem slawischen stammende Name verrät.

Im DRK Pflegezentrum erreichte die Bewohner dann am 18. Dezember auch ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk: Die schon etwas in die Jahre gekommenen Zimmer des Wohnbereichs „Schloss Eutin“ sollten renoviert werden! In Altenpflegeeinrichtungen ein seltenes Glück, bedenkt man die immer wieder beklagten Umstände in vielen dieser Häuser. Auf der Hausversammlung im November wurde die Maßnahme sehr zur Freude der Angehörigen angekündigt. Den vorübergehenden Umzug der 80, 90 oder sogar 100-Jährigen in andere Zimmer wurde in Anbetracht des positiven Grundes zugestimmt.

Renoviert für Asylanten – nicht etwa für pflegebedürftige Deutsche

Doch nun redet das DRK plötzlich Klartext: Die Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet und dieses Land aufgebaut haben, werden nicht wieder in die neu und schick renovierten Zimmer zurückkommen dürfen. Denn dort werden nun Asylbewerber residieren. Angehörige der Opfer, die sich selbst ob ihres Alters nicht mehr wehren können, kontaktierten daraufhin entrüstet die Lübecker Nachrichten und beschwerten sich über die „dreiste Abzocke“ des DRK. Dieses wolle offenbar mit den Asylanten einfaches und schnelles Geld machen, anstatt sich mit pflegebedürftigen und teuren Klötzen am Bein abzumühen.

Vom DRK sei ein an Dreistigkeit nicht zu überbietendes Schreiben eingetroffen, in dem dieser von heute auf morgen einen plötzlichen Mangel an Pflegekräften auf dem Arbeitsmarkt als Grund nannte. Man könne daher nicht mehr so viele ältere Menschen versorgen. Für Angehörige nicht mehr als eine billige Ausrede, zumal für die minderjährigen Asylbewerber, die von ihren Familien als Vorhut geschickt werden, um sie nachzuholen, auch heiß begehrte Pädagogen notwendig sind.

DRK: Eine dreiste Lüge nach der anderen?

Der Vorstand des DRK-Kreisverbandes, Martin Broziat, der auch für die oben genannten abenteuerlichen Begründungen verantwortlich zeichnet, behauptet weiter, während der Sanierungsarbeiten hätte der Kreis bei ihm nachgefragt und darauf gedrängt, möglichst schnell Asylanten im Heim unterzubringen. Doch nicht einmal diese Geschichte scheint zu stimmen. Gegenüber den Lübecker Nachrichten erklärte der Fachbereichsleiter für Soziales und Jugend, Broziats Vorstand selbst habe sich im Dezember gemeldet und signalisiert: „Sagt Bescheid, wenn Bedarf da ist.“

Martin Broziat selbst steht übrigens unter martin.broziat@drk-oh.de und unter 04521/8003-100 kritischen Nachfragen von Bürgen Rede und Antwort.

(Bild: Robert Agthe, flickr, CC)

Autor des Beitrags: Robin Classen

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4 Kommentare

  1. Man muß nur kurz googeln, dann findet man dies:
    Am 14. Juni 2011 trat Martin Broziat, Jahrgang 1962, als
    Geschäftsführer des Kreisverbands Ostholstein die Nachfolge von Maik Möwes an. Broziat ist Diplom-Kaufmann, war von
    1994 bis 1999 Kaufmännischer Leiter der Werkstatt für
    Behinderte bei den Vorwerker-Heimen und von 2000 bis 2003
    Verwaltungsleiter im Landes verband Hamburg. Von 2003
    bis 2010 war er Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs-
    gesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern.
    „In meiner gesamten Berufslaufbahn ist es mir immer wichtig gewesen, etwas zu tun, was sinnvoll ist und der Allgemeinheit dient“, sagte Broziat dem rotkreuzmagazin. „Ich freue mich, mein soziales Interesse und meine kaufmännischen Erfahrungen in meine Arbeit für den Kreisverband einbringen zu können.
    https://www.drk-sh.de/fileadmin/media/LGS/Print/Zeitschriften/RK-Magazin/DRK_Regional_Schleswig-Holstein_04_2011_Druck.pdf
    Mehr ist dem nicht hinzufügen. Wenn solche Leute in den Bundestag wollen wie 2009 (FDP) versucht, kann sich jeder ausrechnen, warum in der abgehobenen Kasten Bundestag nichts mehr funktioniert.

  2. Es ist doch eine Schande,was in dem Land abgeht! Der Deutsche ist keinen cent mehr wert.Und die Herren denken nur an ihr Geld……mehrere Posten und einen warmen Sessel! Wie mich das alles anwidert. Den ganzen Tag in den Medien……das Lied der Lüge! Diese Beleidigungen ………ich bin Pack , Nazi ,Rassist, Ratte und seit gestern ….kriminell ! Danke ! Bin ich ein Monster? Nein! Ich bin 57 Jahre alt,habe 12 Jahre in der Altenpflege gearbeitet, 2x Krebs hinter mir,habe 3 kleine Enkeljungen,für die ich gerne eine gesicherte Zukunft hätte……..ich bin ein ganz normaler Bürger Deutschlands ,der nicht mehr verstehen kann,was hier passiert!
    ………und manchmal denk ich an früher zurück……..an die Gemeinschaft,sie fehlt mir so!……..und die Sicherheit, heute einfach undenkbar………wir hatten nicht viel……….aber da war weniger noch viel mehr! Schau ich in die Zukunft,packt mich die Angst……..“Deutschland was tut man dir an“

  3. Bei einem bekannten im Wohnblock (Wohnungsbaugesellschaft, Stadt hält große Anteile) gibt es ein Info-Schreiben mit folgendem Wortlaut:

    INFORMATION AN ALLE MIETER

    Sehr geehrte Mieter und Mieterinnen,

    mit diesem Informationsschreiben möchten wir Sie darüber in Kenntnis setzen, dass ab sofort alle freien Wohnungen zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung gestellt werden.

    Um Sauberkeit und Sicherheit zu gewährleisten, werden wir ab sofort eine Fachfirma mit der täglichen Reinigung und Inspektion der allgemein zugänglichen Flächen beauftragen. Außerdem werden wir die Treppenhäuser, Eingangsbereiche und Verkehrswege in den Abend- und Nachtstunden durchgängig beleuchten.
    Die dadurch entstehenden Kosten werden entsprechend den gesetzlichen Regelungen als Betriebskosten auf alle Mieter umgelegt.

    Um Nachzahlungen zu vermeiden, sollten Sie Ihre Nebenkostenvorauszahlung jetzt schon entsprechend anpassen.
    Wenn Sie mit den oben genannten Maßnahmen oder dem Zuzug von Flüchtlingen nicht einverstanden sind, möchten wir Sie nicht nur auf Ihr Kündigungsrecht hinweisen, sondern auch darauf, dass wir Ihnen gerne eine unbürokratische und einvernehmliche Auflösung des Mietvertrages anbieten.

    Für weitere Informationen stehen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne zur Verfügung.

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