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Fakten zu Dallas

Die aktuellen „Rassenunruhen“ in Dallas sind für die USA nichts Neues. In unserem neuen Buch Der vertagte Bürgerkrieg haben wir uns mit ähnlichen Vorfällen aus der jüngeren Vergangenheit ausführlich beschäftigt. In den Medien wird derweil der Eindruck vermittelt, die Angriffe auf Polizisten seien eine Folge der völlig überzogenen Polizeigewalt gegenüber Schwarzen. Stimmt das? Ein Blick auf die Fakten klärt auf:

  • Laut Washington Post gab es 2016 bereits 506 Todesopfer, die von Polizisten erschossen wurden. 123 davon waren Afroamerikaner. Es handelt sich also um knapp ein Viertel aller Opfer, was zunächst viel erscheint, da der offizielle Bevölkerungsanteil von Schwarzen in den USA bei 13 bis 15 Prozent liegt.
  • Was dabei nicht bedacht wird: Schwarze sind in den USA viel häufiger kriminell als alle anderen Bevölkerungsgruppen. Mehr als die Hälfte der Morde in den USA begehen Schwarzen. Sie sind zudem in den Gefängnissen deutlich überrepräsentiert mit über 30 Prozent.
  • Die Basler Zeitung schrieb vor gut einem Jahr:

    Der rasante Anstieg der schwarzen Kriminalität begann in den Sechzigerjahren – interessanterweise als sich die Sichtweise auf schwarze Gesetzesbrecher zu ändern begann. Diese wurden zunehmend als Opfer der Gesellschaft und weniger als eigenverantwort­liche Täter gesehen und erhielten vor Gericht mehr Verteidigungsrechte. Passend dazu erreichte die schwarze Gewaltkriminalität ihren Höhepunkt nicht im kulturell hinterwäldlerischen Süden, sondern in den liberaleren Städten des Nordens, in Baltimore, Detroit, Chicago, ­Philadelphia, Washington, die überdies von schwarzen Bürgermeistern und schwarzen ­Polizeichefs regiert wurden.

  • Mittlerweile wird Kriminalität unter Schwarzen aufgrund der vielen Gefängnisinsassen von Generation zu Generation weitergetragen. 2010 nannte Florian Rötzer dazu Zahlen auf Telepolis: „Von 12 schwarzen Männern im arbeitsfähigen Alter befinden sich einer im Gefängnis, bei den Weißen ist das Verhältnis 1:87. Von den jungen schwarzen Männern ohne High-School-Abschluss zwischen 20 und 34 Jahren sind 37 Prozent im Gefängnis, während nur 26 Prozent einen Job haben. Jedes neunte schwarze Kind hat ein Elternteil, das im Gefängnis ist.“
  • Ein weiterer Grund für die überproportional hohe Kriminalität von Schwarzen in den USA sehen Experten in der durch Weiße und Schwarze gleichermaßen etablierten „Opferkultur“. Dazu aus einem älteren Artikel der WELT:

Der Soziologe und Filmemacher Shelby Steele hat einen anderen Grund für die Schwierigkeiten vieler Schwarzer angeführt, in der US-Gesellschaft zu bestehen. Die aktuelle „weiße Schuld“ am Los der Schwarzen liege darin, dass die Weißen die Afroamerikaner stets zu „Opfern“ erklärten und bis heute versuchten, ihr eigenes, von der Sklaverei herrührendes schlechtes Gewissen durch das Einräumen entsprechender Privilegien zu beruhigen – etwa durch bestimmte Quoten beim Studium und durch eine ausufernde Sozialpolitik. Viele Schwarze hätten dadurch verlernt, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, schreibt Steele, der 1946 in Chicago geborene Sohn eines schwarzen Vaters und einer weißen Mutter, in seinem Buch „White Guilt“ (Weiße Schuld).

  • Ich habe mich vor einigen Jahren bereits einmal mit dem „Rassenkrieg in Los Angeles“ beschäftigt. Die Lehre: Sowohl hartes Durchgreifen des Staates als auch „sanfte“, sozialstaatliche Maßnahmen ändern an der Situation überhaupt nichts. Man müßte das Problem also an der Wurzel packen. Darüber zu sprechen, ist allerdings ein Tabu. Ich zitiere am besten einfach aus meinem Artikel über den Rassenkrieg in L.A. aus dem Jahr 2011:

Schwarze und hispanische Gangs bekriegen sich gegenseitig und nehmen auch auf die normale Bevölkerung keine Rücksicht. Die Polizei kann diesem „Rassenkrieg“ nur hilflos zuschauen. (…)

In ihrer Selbstwahrnehmung führen die Gangs in Los Angeles einen „Rassenkrieg“. Die umtriebige mexikanische Mafia etwa will „nichts weniger als die Vertreibung der schwarzen Bevölkerung“, schreibt Mrozek. In manchen Vierteln von L.A. ist aufgrund dieser Kämpfe niemand mehr sicher. Es reiche „die falsche Hautfarbe in der falschen Gegend“, um erschossen zu werden.

Wenn der Staat dann einmal durchgreift, führt dies nur zur Verhärtung der Fronten. Als 2005 der Führer der berüchtigten schwarzen Gang Crips hingerichtet wurde, war ein neuer Märtyrer geboren, der von der „rassistischen Klassenjustiz“ beseitigt wurde.

Los Angeles gibt pro Jahr 82 Millionen Dollar für „Antigangprogramme“ aus. Im Vergleich zu den durch die Gangkriminalität verursachten Gesamtkosten ist dies ein Klacks. Die Stadt rechnet mit etwa zwei Milliarden Dollar. Die bisherigen Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen haben dabei auf ganzer Linie fehlgeschlagen: Einerseits führen mehr Polizisten, mehr Streifenwagen und bessere Waffen nur zu noch mehr gegenseitigen Vorwürfen. So sind die Sicherheitskräfte in L.A. nach Ansicht ihrer Kritiker nur „die am besten organisierte Gang“. Andererseits haben auch alle Erziehungsmaßnahmen nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Nachdem in einer schlimmen Gegend ein dreijähriges Kind bei einem Gangkampf getötet wurde, setzte die Stadt ein 50 Millionen Dollar schweres Erziehungsprogramm ein. Nach der Erfolgsmessung stand fest, daß dies „auf die Gangaktivitäten aber keinerlei Auswirkungen hatte“.

Trotz ihrer Gewalttätigkeit üben die Gangs auch auf ganz normale Jugendliche eine große Faszination aus. Dies werde insbesondere an der Verbreitung von Gangsta-Rap offensichtlich. Die Botschaften der Crips seien „als Westcoast-Stil weltweit bekannt“, so Mrozek. 80 Prozent der Käufer dieser gewaltverherrlichenden Musik sollen „weiße Mittelstandskinder aus wohlhabenden Gegenden“ sein, die „in Gangsta-Romantik schwelgen“.

(Bild: Tiocfaidh ár lá 1916, flickr, CC BY-ND 2.0)

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Autor: Felix Menzel

Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

2 Kommentare

  1. Die erste Wohnung in meiner Stadt hier in USA war ein Mehrfamilienhaus. Nebenan eine hochaggressive schwarze Mutter, 28, zwei Kinder, so 9 und 5. Die Rap-Music war bis 2 Uhr morgens so laut, dass meine Porzellantelleruhr an der Wand klingelte. Das ging 2 Monate so, da ich nicht fit wahr fuer den Job, aber so schnell keine andere Wohnung fand, lebte ich im Hotel, welches ich mir aufgrund hohen Gehalts (Senior-Engineer) leisten konnte. Ich sprach dann mal mit einer Polizitin (Weiss) auf der Strasse, ob das nicht Kindesmisshandlung sei, die Goeren koennten doch einen weg kriegen. Sie sagte dann, ich solle bloss die Schnauze halten und dort wegziehen. 4Monate spaeter hoerte ich vom Hausmeister, dass sie 5 Jahre bekommen hat wegen Drogenhandels, die Kinder kamen in ein Heim

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