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Kanada, Einwanderung und der Islam

Bis heute bekennt sich die Alternative für Deutschland (AfD) dazu: Trotz fast 20 Millionen Menschen mit „Migrationshintergrund“ und trotz Asylschwemme soll Deutschland noch weitere, „qualifizierte“ Zuwanderung brauchen. Ein gegenteiliger Beschluss wurde am zweiten Tag des Programmparteitags im Mai, einem Sonntag, noch in Windeseile gekippt. Vorbild nicht nur der AfD sondern auch zahlreicher anderer gemäßigter Einwanderungskritiker ist dabei Kanada: Das Land selektiert seine Zuwanderer streng nach deren Qualifikationen und dem jeweiligen Bedarf auf dem Arbeitsplatz. Ein Beitrag von Robin Classen.

Eine ethnokulturelle Selektion oder gar ein Einwanderungsstopp findet hingegen nicht statt. Doch immer deutlicher wird, dass auch Kanada an den altbekannten europäischen Problemen mit Integration, Parallelgesellschaften und Islam leidet. Offenbar ist das vermeintliche Allheilmittel „Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild“ doch nicht mehr als ein frommer Wunsch.

Die Kanadier lehnen den Islam immer mehr ab

Diese Vermutung bestätigen aktuelle Umfragen und Entwicklungen aus dem in Deutschland generell mit sehr positiven Gedanken konnotierten Land. Offenbar entwickelt sich nämlich gerade eine Art kanadisches PEGIDA-Pendant, denn die Zustimmung zu islamischer Einwanderung ist rapide gesunken. Dies zeigt eine neue Studie aus der bevölkerungsreichsten kanadischen Provinz Ontario, in der immerhin 12.000 syrische Asylanten eine Bleibe gefunden haben.

Dort haben zwei Drittel der Kanadier eine negative Meinung zum Islam und mehr als die Hälfte glaubt, dass selbst der Mainstream-Islam ein Gewaltproblem hat, wie eine Studie der Provinzregierung ergab. 75 Prozent sind der Auffassung, islamische Asylanten hätten fundamental andere Wertebilder. Auf Grund dieser Ergebnisse der 51-seitigen Studie, ist nun von einer „Welle der Islamophobie“ die Rede. Und das, obwohl die Provinz gerade erst eine Kampagne zur „Aufklärung“ gegen Islamfeindlichkeit gestartet hatte.

Kanadische Muslime sind besonders radikal

Dass diese wenig erfolgreich war, liegt auch daran, dass die Islamgegner die Fakten auf ihrer Seite wissen. So brachte eine Studie des MacDonald Laurier Institute 2011 Erschreckendes zu Tage: 62 Prozent der in Kanada lebenden Moslems wollen die Scharia einführen, 35 Prozent wollen sich nicht einmal von Al Kaida distanzieren. Insbesondere die damals neu ins Land strömenden Zuwanderer waren besonders radikal. Bezeichnend: Während die konservativen Muslime laut Studie – offenbar auf Grund ihrer Taquiyya-Kenntnisse – angaben, die Demokratie eher zu akzeptieren, waren es vor allem gut ausgebildete und vermeintlich säkulare Muslime, die radikale Positionen einnahmen.

Ganz unabhängig von der Islam-Thematik wohnt dem kanadischen Einwanderungssystem auch noch ein anderes Problem inne: Die Möglichkeit für formal gut gebildete Menschen aus der Dritten Welt nach Kanada einzuwandern, befördert einen „Brain-Train“, der die Entwicklungsländer systematisch ausbluten lässt und sie gerade der jungen Hoffnungsträger beraubt, die sie so dringend brauchen, um sich aus ihrer Situation zu befreien. Im schlimmsten Fall darf dann der somalische Biologe zwar nach Kanada kommen, findet dort dann aber in seinem Metier doch keine Anstellung und wird eben Taxi-Fahrer, womit er immer noch einen vielfach besseren Lebensstandard erreicht, als die in der Heimat gebliebenen Biologen. Doch für die Menschheit ist seine Entscheidung ein Verlust: Während man auf einen weiteren Taxi-Fahrer in Toronto gut und gerne verzichten kann, ist der fehlende Biologe in Somalia in schmerzlicher Verlust.

Die AfD sollte sich daher gut überlegen, ob sie weiterhin das kanadische Modell anpreist. In Kanada existieren dieselben Probleme wie in Europa und die Politik ist genauso von der multi-kulturellen Idee besessen wie bei uns. Seit der konservative Premierminister Stephen Harper im November 2015 von dem Linksaußen Justin Trudeau abgelöst wurde, gibt es an der kanadischen Politik nun wahrlich nichts Beneidenswertes mehr.

(Bild: Pixabay)

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4 Kommentare

  1. Man überlegt ja, wohin man auswandern könnte. Aber ich habe schon vor Jahren gelesen, dass es in Kanada möglich ist, vollverschleiert zu wählen. Wenn eine weitere Person (also vermutlich ein männlicher Angehöriger) dabei ist, der bestätigt, um welche Person es sich unter dem Schleier handelt.
    Das ist krank!

  2. Canada war niemals mein Ziel. Irgendwie europaeisch mit den Steuern und so. Dann die Kaelte. Selbst polnische Einwanderer versuchen nach ein paar Jahren in die USA zu gehen, was nicht mehr einfach ist. Aber in ein paar Jahren ist alles besser, als z.B. das ehemalige Deutschland, Wetten?

  3. Ich verstehe auch nicht, daß z. B. Klonovsky die Einwanderung der Nordostasiaten forcieren will. Sind selbst angeblich konservative so hirngewaschen, daß sie nicht verstehen, daß mit dem Untergang Europas diejenigen verschwinden, die diese Welt am stärksten beeinflusst haben? Klonovsky stützt sich wohl zum Teil auf IQ-Werte der Ostasiaten. Das Problem: die sind zwar höher, aber sie sind eben weniger kreativ, was sich unter anderem mit dem kälteren Klima, das in Nordostasien herrschte, erklären lässt. Die Unterschiede sind also zum Teil genetisch determiniert, siehe dazu das Buch „The 10.000 Year Explosion“ von Cochran und Harpending.

    Es führt kein Weg daran vorbei: wir weiße Europäer, vor allem Mittel-/Nordeuropäer müßén wieder ein positives Selbstbild entwickeln, vielleicht tatsächlich ein „Rassebewusstsein“, wie es Jared Taylor vorschlägt. Dieses würde andere nicht abwerten, doch wir würden uns nicht mehr rechtfertigen müßen, wenn wir z.B. die Geburten von klugen weißen Europäern fördern oder bestimmte Menschen (Ethnien) an der Einwanderung partout abhalten würden.

    Siehe auch das Buch The Genius Famine:

    http://geniusfamine.blogspot.com

    Die Autoren sind sich im Klaren darüber, daß „bei weitem“ Europäer die meisten Genies hervogebracht haben, von daher ist Klonovskys Wahn kontraproduktiv.

    • Das Zitat aus The Genius Famine lautet:

      „[…] since there are multiple preferences and quotas in place which net exclude European-descended men (that group with _by far_ the highest proportion of Endogenous personalities – i.e. having the ultra-high intelligence and creative personality type). “

      Weiter oben wird auf die vergleichsweise geringe Anzahl der Nobelpreise and Nordostasiaten eingegangen. Ist jedenfalls lesenswert.

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