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Merkel und Erdogan: Zwei Wahnsinnige

Wie Angela Merkel mit dem Türkei-Deal Deutschlands Zukunft besiegeln will. Ein Kommentar von Pierre Aronnax.

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, doch kaum jemand will ihr Lied hören. Und selbst als rechter Oppositioneller ertappt man sich zusehends immer öfter dabei, Nietzsches Zarathustra im Geiste zu zitieren, wenn man mit seinen Mitbürgern in Kontakt kommt: „Ich bin nicht der Mund für diese Ohren.“ Die gigantische Migrantenkrise in deren Zentrum sich Deutschland noch immer befindet, ist noch längst nicht überwunden, da öffnet man die nächste Büchse der Pandora: Der „Türkei-Deal“, ein strategisches Machwerk aus der Feder der transatlantischen Lobbygruppe ESI (Europäische Stabilitätsinitiative), sorgt nun dafür, dass bald bis zu 500.000 Kurden aus der Türkei in Deutschland Asyl beantragen könnten und zusätzlich alle türkischen Staatsbürger mit entsprechenden Ausweispapieren visafrei in die EU – und somit nach Deutschland – einreisen können.

Türkische Nationalisten und Kurden

Zeitgleich gibt es immer mehr Aufmärsche türkischer Nationalisten unter starker Beteiligung der „Grauen Wölfe“ und der „Millî Görüş“-Bewegung, die immer häufiger in Gewalt zwischen Türken und in Deutschland lebenden Kurden, meist aus dem Umfeld der PKK, umschlagen. Ebenso muss man in diesem Zusammenhang erwähnen, dass, wie das ZDF erst kürzlich berichtete, knapp die Hälfte der 1.700 Imame, die in Deutschland predigen, von der Türkei bezahlt werden, einem Staat der sich derzeit unter dem türkischen Präsidenten Erdogan in eine islamische Diktatur verwandelt, die zunehmend versucht, ihren Einfluss in Europa durch barsche Drohungen und Sprachverbote zu erweitern.

Letzteres traf recht öffentlichkeitswirksam unlängst den medialen Ikarus, Jan Böhmermann, der sich an Erdogan und seinen zu Morddrohungen neigenden Anhängern in Deutschland seine Flügel verbrannte und reicht von Einflussversuchen auf die Dresdner Sinfoniker bis hin zu politischen Drohungen im Rahmen von Bundestagsbeschlüssen zum türkischen Völkermord an den Armeniern vor 100 Jahren. Über all dem schwebt außerdem noch der Vorwurf türkischer Oppositioneller und anderer Beobachter, dass die Regierung Erdogan den IS – mindestens implizit – unterstützt.

Unterwerfungswille bei vielen Deutschen

Unter diesen Umständen sagte selbst die Linken-Abgeordnete im Bundestag, Sevim Dağdelen, kürzlich in einem Interview mit dem Deutschlandfunk: „Nur Wahnsinnige konnten diesen Deal überhaupt abschließen. Weil es verrückt ist zu glauben, mit Erdogan Geschäfte machen zu können.“ Genauso verrückt ist es, ein Abkommen mit einem Land abzuschließen, das seine eigene Bevölkerung so behandelt, das diese in Deutschland zu Hunderttausenden Asyl beantragen könnte.

Als Wolfgang Streeck, der ehemalige Direktor des Max-Planck-Institutes für Gesellschaftsforschung, den die FAZ „einen Merkelkritiker von links“ nennt, unlängst von einer „schweigenden Hinnahme beliebiger politischer und intellektueller Zumutungen durch eine bedingungslos folgebereite deutsche Öffentlichkeit“ sprach, meinte er genau dies: Den mitunter surrealen Unterwerfungswillen so vieler Deutscher, die anstatt ihr Eigeninteresse an Sicherheit und Wohlstand einzufordern, sich den destruktiven Beschlüssen einer verantwortungslosen Bundesregierung unterordnen, aus Angst sonst „den Rechten“ in die Hände zu spielen.

Merkel befiehlt, wir folgen

Die Anzahl der Türkischstämmigen in Deutschland lag bereits 2013 nach Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge bei etwa 2,8 Millionen, von denen allein in Berlin ungefähr 200.000 leben. Die sichtbare Islamisierung der türkischen Regierung und ihr Feldzug gegen die kurdische Minderheit in ihren Grenzregionen, ihre vermehrte Einflussnahme innerhalb Deutschlands und die horrende Zahl der zu ihr loyalen Türken innerhalb unseres Landes zusammen mit dem massiven Gewaltpotential zwischen diesen und potentiell 500.000 kurdischen Asylbewerbern, sollte bei jedem, dem die innere Sicherheit seines Landes auch nur irgendetwas bedeutet, die Alarmglocken schrillen lassen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Anstatt eine Problematisierung dieses erneuten Aussetzers unserer Regierung voranzutreiben, gefallen sich deutsche Medien, wie der Spiegel, darin, Leitartikel mit Titeln wie: „Herzlich Willkommen, Türken!“ veröffentlichen zu lassen, in denen angemahnt wird, dass die visafreie Einreise von Türken „eine Frage des Anstands“ wäre.

Das alles frisst die deutsche Öffentlichkeit fast noch regungsloser, als sie bereits Merkels andere, fast vergessene „Willkommenskultur“ hinnahm. Die Ausreißer aus dieser Narkose gelten weiterhin als Nestbeschmutzer und Protofaschisten, deren öffentliche Auftritte, wie zuletzt beim AfD-Parteitag in Stuttgart, mittlerweile von Brigaden von Polizisten geschützt werden müssen, weil politische Würdenträger, wie Sachsens Ministerpräsident Martin Dulig (SPD) im Falle des Rückzuges des selbsternannten Antifaschisten und Sprechers von „Dresden für Alle“ diesen öffentlich ihren Dank aussprechen für einen Kampf „für eine weltoffene, freundliche, tolerante und liebenswerte Stadt“.

An der politischen Realitätsvergessenheit unserer Regierung können wir derzeit also offenbar wenig ändern, wohl aber an unserem Einfluss auf die öffentliche Meinung und damit auch auf kommende Regierungen. Die Zeit drängt und die Geschichte verzeiht nicht.

Bild: Erdogan, von: Carsten S., flickr, CC BY-NC-ND 2.0

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Merkel und die Demokratie Wahlen dienen dazu, Fehler zu bestrafen. Wenn das nicht mehr klappt, verlieren sie mitsamt dem Volk an Bedeutung.
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1 Kommentar

  1. Mögliche Flüchtlinge gab es immer.
    Berechtigte Asylbewerber gab es auch immer.
    Trotzdem versuchte man es früher, es nach Möglichkeit extrem zu drosseln.
    Gesucht waren aber zeitweilig billige Gastarbeiter.

    Heute liegt der Fall anders, Mir scheint es so, als wenn sich viele Vorteile versprechen, durch eine Einwanderung vieler Menschen.
    Die Wirtschaft braucht Wachstum, billige Löhne, und Absatzmärkte. Die Rentenkassen brauchen Einzahler, die Immobilienbesitzer Mieter und Käufer,.
    Das Kapital braucht halt Menschen und Wachstum, wobei da auch die Mittelschicht mit einbezogen ist.
    Wir sind eine soziale Marktwirtschaft, da wir halt gesteuert, anstatt es dem Markt zu überlassen.
    Da die Deutschen immer weniger Kinder zeugten, braucht es halt Einwanderung, oder drastische Veränderungen sind die Folge. Da bräuchte es eine Politik und Verwaltung die solche mächtigen Aufgaben überhaupt lösen kann.
    Den Rückbau zu planen ist aber ungleich schwerer als den wachsenden Markt zu lenken.

    Um das zu vermeiden geht man lieber jedes Risiko ein, auch wenn dann alles noch Schlimmer kommen könnte.
    Man ist bereit dafür das größte Kapital einer Gemeinschaft zu riskieren, Ihre Einigkeit was Ziele und Werte angeht.
    Rechtsstaaten und Demokratien brauchen aber genau diese Einigkeit.
    Demokratien unterdrücken leicht mal Minderheiten durch Ihr Mehrheitsprinzip und Multikulti braucht auch mal eine nachsichtigere Rechtsauslegung.
    Nur ist eben eine Rechtsauslegung der Tod eines Rechtstaates

    Sicher haben auch gewisse Gruppen eine Islamisierung von Europa als Ziel, auch das wird es geben.

    Das Alles muss auch nicht gesteuert sein, Jeder hat halt eigene Wünsche und Ziele, die Er seinen Mitbürgern einfach mit aufzwingt.
    So wie jegliche Flüchtlinge eben auch Wohlstand und Sicherheit suchen und doch ganz unterschiedliche Vorstellungen haben was Sie erwarten.

    Diese vielen Wünsche + die Hilfsbereitschafft machte daraus erst, eine europäische Flüchtlingskriese.
    Das ist aber Einwanderung, weil zum Asylgesetz ja auch Ablehnung, Abschiebung und sicher auch schnelle Abarbeitung gehört.
    Seltsam, da scheint man nun nicht schnell sein zu wollen.
    Das Asylrecht ist ein Gastrecht, ein gutes Recht. Nur sollte man nicht vergessen das es wohl hunderte von Millionen Menschen weltweit gibt, die durchaus bei heutiger Anwendung berechtigt wären.
    Gäste sucht man sich aus, wobei auch Hilfsbereitschafft Grenzen haben darf..

    Herr Erdogan ist nun mal gewählt,, mehrheitlich scheinen die Türken ja so etwas zu wollen, Ich ahne aber das eine Abwahl nicht ganz so einfach werden wird.
    Unangenehm ist mir aber, das Türken in Deutschland Ihm dabei übermäßig unterstützten, Seine Wähler scheinen hier nicht integriert zu sein, die sind hier nie angekommen.
    Das und auch die partnerschaftliche Politik Deutschlands der türkischen Regierung gegenüber ist erschreckend.
    Weiter finde ich es bezeichnend wenn man Andere für die Schmutzarbeit bezahlt um selber saubere Hände zu behalten.
    Das macht einen nicht besser, aber zu leicht verfängt man sich dabei zusätzlich in den vielen Fußangeln.
    Herr Erdogan hat sicher andere Ziele als eine Frau Merkel, Ich denke nicht das Geld Ihn davon abhält seine Ziele zu vernachlässigen.
    Da wo Herr Erdogan hin möchte, kann ich mir denken, ich werde es aber nicht schreiben.
    Wenn es so ist, dann ist eh bald Schluss mit dem „Partnerschaftlichen Umgang“ zweier gewählter Staatsvertreter westlicher Demokratien.
    Dann werden sicher noch viele Türken das Land verlassen wollen.

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