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Paris: Es war „Refugee-Terrorismus“

parisSchauen wir in die tief bewegte Debatte um das Asylchaos in unserem Land, so schwirren uns auch in den Mainstreammedien – meist, aber nicht immer mit abwertender Konnotation – Begriffe wie „Islamisierung“ und „Überfremdung“ entgegen. Diese lautmalerischen Wortgebilde, die unheimlich treffend das aktuelle Geschehen umschreiben, sind nicht von heute auf morgen entstanden: Sie haben ihren Ursprung in rechten Bewegungen und beschränkten sich ursprünglich in ihrer Verwendung auf selbige, bevor sie allgemein gebraucht wurden. Ein Beitrag von Robin Classen über die Macht der Sprache.

Insbesondere durch PI-News wurde der Begriff „Islamisierung“ beispielsweise in Deutschland populär gemacht und ging von streithaften Debatten langsam in den öffentlichen Sprachgebrauch über. Den Begriff „Überfremdung“ hingegen hatte die NPD bereits vor Jahrzehnten wieder in Gebrauch genommen und neu politisiert, obgleich er eine wesentlich längere Geschichte hat. Die Strategie, Worte zu definieren und zu prägen, damit den öffentlichen Diskurs zu beeinflussen und über den Weg der Muttersprache letztlich Meinungen im Gemeinwesen festzusetzen, ist dennoch vor allem eine Erfolgsgeschichte der 68er und ihrer Nachfahren.

Wie die 68er mit Sprache gesiegt haben

Paradebeispiel ist das definitorisch völlig entleerte Wort „Nazi“, dessen extrem negative Konnotation von Gaskammern, Leichenbergen und dem 2. Weltkrieg bis heute fortbesteht, obgleich die Verwendung des Wortes auf praktisch alles rechts der CDU ausgedehnt worden ist. Ähnliches ist bei „Antisemitismus“, „Islamfeindlichkeit“ und „Menschenfeindlichkeit“ zu beobachten. Mit „Sexismus“ und „Homophobie“ wurden sogar gänzlich neue Wörter kreiert. Ein wahres Husarenstück ist es, all diese Begrifflichkeiten nicht nur mit Rechtsextremismus zu verbinden, sondern im Rahmen des „Kampf gegen Rechts“ auf fünfzig Prozent des politischen Spektrums zu beziehen. Die politische Linke hatte den Kampf um die Sprache gewonnen, was maßgeblich für ihre Stärke in den letzten 40 Jahren verantwortlich ist.

Vielleicht haben sie dabei den Bogen aber überspannt: Heute verwenden immer größere Milieus die oben genannten Begriffe mit Spott und Sarkasmus, weil immer offensichtlicher ist, dass die meisten Gruppen, die sich dem freiheitlichen Protest verstärkt anschließen, keine „Nazis“ sind. Es erinnert an George Orwells „1984“, in dem die Sprache ebenfalls als Propagandamittel eingesetzt wurde und das Kriegsministerium beispielsweise „Ministerium für Frieden“ hieß.

Sind die Linken zu weit gegangen?

Umso wichtiger also, dass nun die Rechte versucht, neue Wortkreationen in den politischen Diskurs einzuweben. Dass das auch in der Moderne binnen kürzester Zeitperioden möglich ist, beweisen linke Wordkreationen wie die besonders perfide „Energiewende“, die versucht, linke Energiepolitik mit der historischen Aufbruchbewegung zur Deutschen Einheit auf eine Stufe zu stellen. Derartige Wortkreationen bieten sich vor allem in unserer medialen, vernetzten und auf die Asylkrise regelrecht fixierten Zeit an.

Richtet man den Blick auf den verheerenden Terroranschlag in Paris, so gäbe es Möglichkeiten für eine derartige Wordkreation: Mittlerweile ist wohl sicher, dass unter den acht Todesschützen auch mindestens zwei „Refugees“ waren, die über einen syrischen Pass verfügten, illegal durch Europa gewandert und schließlich in Frankreich angekommen sind. Nach aktuellen Erkenntnissen ist das gesamte Attentat von Syrien aus gesteuert worden. Dieser Vorgang war ausschließlich möglich auf Grund der wahnsinnigen Außerkraftsetzung von Dublin III, dem Ausrufen einer Willkommenskultur und des gezielten Rechtsbruchs von Seiten der Bundeskanzlerin Angela Merkel, die schon allein deshalb genügend Blut an ihren Händen kleben hat, um unverzüglich von ihrem Amt zurückzutreten.

Schafft neue Wörter!

Diese Ungeheuerlichkeiten anzuprangern, zu verbreiten und für die gute Sache zu nutzen, muss jetzt noch viel stärker geschehen, als es in den ersten Stunden und Tagen nach dem Vorfall passiert ist. Das Potential und die Wut der Bevölkerung über das besonders widerwärtige Massaker sind schließlich berechtigterweise enorm und müssen nun kanalisiert werden. Asylflut und Terrorismus sind nämlich sehr wohl zu vermengen, da sie zusammengehören wie siamesische Zwillinge. Diesem, gerade jetzt gerne abgestrittenen, aber umso offensichtlicheren Zusammenhang würde das Wort „Refugee-Terrorismus“ in idealer Form abbilden.

Es verbindet einen spöttisch-sarkastischen Gebrauch des Modewortes „Refugee“ mit dem harten Resultat, das sich in Frankreich offenbart hat. Wer zur Verbreitung dieser Bezeichnung beitragen will oder aber einen besseren Vorschlag hat, sollte solche Worte regelmäßig in Diskussionen einfließen lassen. Gut möglich, dass sich einige Begriffe im Sprachgebrauch durchsetzen und einen propagandistischen Multiplikator-Effekt auslösen.

Bild: The Apex Archive, flickr, CC

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1 Kommentar

  1. S.g. „Einwanderungskritik“!

    Da sie ein Bild (unter CC und Namensnennung, aber freilich in diskussionswürdigem Kontext) von mir in oben präsentem Artikel verwenden, möchte ich dazu etwas anmerken:

    Die Aufnahme (wie das ganze Set) dienten nicht dazu, eine nebulos abzugrenzende und im übrigen von Schuldzuweisungen freizuhaltende Gruppe von Menschen (in diesem Fall Flüchtlinge od. „refugees“ allgemein in Beziehung zu diesen schändlichen Attentaten und Fundamentalismen zu setzen (selbst wenn es sich -wie offenbar erwiesen-bei den Verursachern um Flüchtlinge gehandelt haben sollte. Sie dienen zum Ersten der Dokumentation der Solidarität und des Zusammenhalts /der Empathie mit den Opfern und deren Hinterbliebenen und- ja- durchaus westlich tradierten Werten und Einstellungen, soweit sie -wie auch bei den Gedenkveranstaltungen ersichtlich und mitgetragen war- der Humanität und des Respekts auch gegenüber Flüchtlingen und Zuwanderern , jedoch sicher nicht gegenüber den eigentlichen terroristischen Kräften (wiewohl diese so schwer auszumachen oder gar einzugrenzen sind!),Rechnung tragen.
    Auch möchte ich nicht die islamische/muslimische Kultur verunglimpft sehen (bednken sie auch, daß nach den Jänner -Attentaten und sonstwo z.B. auch muslimische Zuwanderer sogar als Retter und Kämpfer gegen die Extremisten tätig waren. Soweit mein Wort gegen die Schubladisierung und allgemeine Verunglimpfung.
    Ich selber kenne Symptome (im positiven , aber auch negativen) von Zuwanderung und bin fotografisch in sehr differenten Thematiken und Kulturkreisen tätig gewesen–es ist korrekt, daß es Probleme mit Anpassung und kulturellen Unterschieden gibt–an diesen Problemen zu arbeiten ist zweifellos auch ein politisches (soziales,kultur-und sicherheitspolitisches) Muss. Doch muss ich anmerken: niemand (auch die „rezenten Bevölkerung“) hat etwas davon, pauschal und unreflektiert „Töpfe mit Schuldigen“ auszumachen–es löst das Problem nicht und bringt nur noch mehr Öl ins Feuer…
    politisch (z.B.) Kanzlerin Merkel werden ständig Fehler gemacht (wobei es kein Makel sein kann , Menschlichkeit zu zeigen, aber vielleicht Unbesonnenheit/Blauäugigkeit–doch selbst eine Kanzlerin ist nur ein Mensch und fehlbar-und den unterschiedlichsten Zwängen unterworfen…
    Was nun den Kondensationspunkt , die neuerlichen Attentate in Paris betrifft, müssen wir uns einig sein, diese Gewalt und Grausamkeit mit aller Schärfe , aber gezielt!-zu bekämpfen (und bis auf ganz wenige- die es herauszufinden gilt-sind gerade die Flüchtlinge, die ja von diesen Massakern weichen mussten, dabei auf unserer Seite. Es ist keine Frage der religiösen Zugehörigkeit (und der IS ist keine Religion sondern ein Terrorregime!) oder des Aufenthaltsstatus, sondern es ist die Frage , ob man für ein liberales (offnes), demokratisches Weltbild eintritt , oder nicht. Dafür zu sein ist niemals leicht oder unkompliziert, es kostet Kraft; aber Fundamentalismen und Unterdrückung anzuhängen wiederspricht zumindest meinem Selbst und dem einer nachdenkenden Mehrheit.

    Soweit also finde ich, man solle Humanismus (nicht gleichzusetzen mit Blödheit!, denn gewisse Kontroll-und Gegenmassnahmen scheinen unverzichtbar) walten lassen , schon allein ,um dem Terrorzielen der Destabilisierung und Desolidarisierung nicht auch noch nachzuhelfen.

    MfG.

    the_apex_archive

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