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Plädoyer für einen weltoffenen Patriotismus

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Der Kölner ist neben seiner unbeschwerten Freude am Leben, seiner burschikosen Herzlichkeit, seinem unkonventionellen Pragmatismus in schwierigen Lebenslagen und seiner Feindseligkeit gegenüber jeder Form von Obrigkeit vor allem für seinen städtischen Patriotismus bekannt. Ein Beitrag von Axel Reitz.

Liebeserklärungen an die Domstadt erfreuen sich nicht bloß im Karneval größter Beliebtheit. So hat jeder, der schon einmal in der Kölner Innenstadt die Nord-Süd-Fahrt in südlicher Richtung frequentierte oder die derzeit im Umbau befindliche Oper besuchte, das 26 Meter lange rote Banner mit der Aufforderung „Liebe Deine Stadt!“ zu Gesicht bekommen. Von den unzähligen ähnlichen Slogans im gesamten Stadtgebiet auf Reklametafeln, Fußballfanclub-Aufklebern oder Kneipenschildern gar nicht zu reden.

Bindung und Zusammengehörigkeit

Fakt ist, der Kölner liebt seine Stadt und ist stolz darauf, ein Teil von ihr zu sein. Was gut und richtig ist. Niemand wird etwas Negatives einzuwenden haben, dass sich die Menschen für ihre heimische Metropole und deren unvergleichliche Lebensart einsetzen. Was gäbe es auch dagegen zu sagen? Nicht umsonst lautet einer der bekanntesten und beliebtesten Gassenhauer der Kölschen Kultband Höhner: „Hey Kölle – Du bes e Jeföhl“. Ein Gefühl der Bindung, der Zusammengehörigkeit und Gemeinsamkeit.

Wird aber aus der Aufforderung „Liebe Deine Stadt!“ der Aufruf „Liebe Dein Land!“, verändert sich die allgemeine Reaktion schlagartig. Das ist doch schon irgendwie „verdächtig“. Dabei war es früher noch völlig normal, sich mit Stolz und Zuneigung nicht bloß zu seiner Stadt oder seinem Dorf, sondern auch zu seinem Land zu bekennen. In nahezu sämtlichen Regionen der Welt ist ein solches Bekenntnis auch heute noch eine völlig unkomplizierte Selbstverständlichkeit.

Für einen Franzosen beispielsweise ist es absolut normal „Vive la France!“ auszurufen und mit stolzgeschwellter Brust voller Liebe von seiner „Grande Nation“ zu schwärmen. Und das wohlgemerkt unabhängig von seiner politischen Überzeugung! Egal, ob Kommunist oder Konservativer, ein Franzose ist Patriot und steht zu seiner Heimat. Das gleiche gilt für alle anderen Länder auf dem Erdenrund, von der Wirtschaftsnation bis hin zu den Naturvölkern im tiefsten Urwald.

Pathologisches Verhältnis zum Patriotismus in Deutschland

In Deutschland verhält es sich freilich ganz anders. Bei uns gelten Patriotismus und Stolz auf das eigene Land mindestens als unangebracht, wenn nicht sogar als „rechtsextrem“. Auf jeden Fall aber als blödsinnig, weil es ja purer Zufall sei, ausgerechnet in einem bestimmten Land zur Welt gekommen zu sein. Schnell werden also Thesen aufgeboten, die belegen sollen, weshalb es „falsch“ und „verwerflich“ sein soll, über den Lokalpatriotismus hinaus Vaterlandsliebe zu empfinden. Wer so „falsch“ empfindet, stellt sich damit automatisch über andere Länder, Kulturen und Völker, heißt es.

Dass diese Behauptungen völliger Blödsinn und primär einem historisch begründeten pathologischen Verhältnis zum Patriotismus geschuldet sind, belegt die Tatsache, dass die Liebe und der Stolz zu einem anderen Konstrukt wie beispielsweise der Heimatregion eben nicht zu ähnlich negativen Reaktionen führen, wie im Falle von Nationalstolz und Vaterlandsliebe befürchtet. Selbst Linke fühlen sich ihrem „Kiez“ verbunden, genauso wie die Kölner ihrer Stadt und ihrem „Veedel“. Auch hier geht das Gefühl der Gemeinsamkeit über alle ideologischen Grenzen hinweg. Deshalb werden andere Viertel, Gemeinden und Örtlichkeiten aber nicht automatisch herabgewürdigt oder zum Ziel von Aggressionen und Abneigungen. Im Gegenteil: Heimat entsteht vor allem in der Ferne. Und das Fremde ist umso schöner, aufregender und bereichernder, je fester die eigenen Wurzeln geschlagen sind.

Weltoffener Patriotismus kommt ohne Aggressionen aus

Es käme wohl auch niemand auf die Idee, jemandem, der seine Stadt liebt und andere auffordert, es ihm gleich zu tun, Chauvinismus anderen Städten gegenüber zu attestieren. Der stolze Berliner verweilt schließlich ebenfalls gerne im schönen München und der Kölner lässt es sich auch auf Sylt gut gehen. Selbst scherzhaft zur Schau getragene Pseudo-Animositäten wie zwischen Kölnern und Düsseldorfern werden nicht von handfesten Streitigkeiten oder gar Mord und Totschlag begleitet. Ganz anders als die ethischen und kulturellen Auseinandersetzungen in den von Parallelgesellschaften durchzogenen „sozialen Brennpunkten“!

Patriotismus ist im Großen nichts anderes als jene Identifikation, die wir im Kleinen im Zusammenhang mit unendlich vielen anderen Strukturen empfinden, welche uns das glückliche Gefühl geben, ihnen angehören zu dürfen: Dem Viertel, der Stadt, dem Landkreis, dem Fußballverein, dem Feuerwehrzug, der Schulklasse oder eben der Nation.

Das zu begreifen ist für uns Deutsche sehr schwer. Im Gegensatz zu anderen Ländern sind wir erst sehr spät und nach heftigen Geburtswehen im Jahre 1871 zu einer echten Nation geworden. Die Not, das Elend und der Schrecken zweier Weltkriege, der Mißbrauch des Patriotismus durch die Nationalsozialisten für unglaubliche Verbrechen und das Unvermögen, diesen Teil unserer Vergangenheit abschließend zu bewältigen, verhindern die notwendigen Erkenntnisse.

Selbstbewusstsein ist Voraussetzung für Integration

Diese sind aber dringend notwendig, um die immer tiefer werdenden Risse in der Gesellschaft wieder zu kitten. Nur wer sich seiner selbst bewusst ist, kann auch offen für Veränderungen sein. Wer keine eigenen Werte besitzt, kann keine Toleranz anderen Werten gegenüber entwickeln. Die Akzeptanz und Integration von Neuem und Fremden in einer Gesellschaft setzt also Patriotismus als Identifikationsfaktor voraus.

Besonders die unglaublich lokalpatriotischen Kölner haben das in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis gestellt. Eben weil in der Stadt eine „Kölsche Leitkultur“ herrscht und die Liebe zur eigenen Heimat propagiert wird, war es in der Vergangenheit stets möglich, vorbildliche Integrationsarbeit zu leisten. Hier wird niemand ausgegrenzt, weil er „anders“ ist, sondern mit offenen Armen empfangen und in die Kölsche Lebensart eingegliedert, sofern er selbst die Bereitschaft mitbringt, sich anzupassen und ein Teil des großen Ganzen zu werden.

Die Bekämpfung des Patriotismus sorgt für die Radikalisierung der Ausgegrenzten

Stolz und Liebe zur Heimat dürfen folglich nicht mit Hochmut verwechselt oder gar mit Abneigung anderen gegenüber gleichgesetzt werden, sondern mit dem positiven Gefühl über die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, der man sich verbunden fühlt und die einem Geborgenheit bietet. Wer diese natürlichen, menschlichen Bedürfnisse ignoriert, negiert oder bekämpft, sorgt in letzter Konsequenz nur dafür, dass das genaue Gegenteil des gewünschten Effektes eintritt. Wer für so etwas Normales und Legitimes wie Patriotismus und Heimatverbundenheit kriminalisiert und ausgegrenzt wird, radikalisiert sich und verliert jedes Augenmaß für seine Positionen. Aus der Liebe zur eigenen Heimstatt wird dann schnell der aus Zorn und Zurückweisung gespeiste Hass auf alles andere, nicht aber die erwünschte Ausländerfreundlichkeit und Toleranz für das Fremde in der Welt.

Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass die Bekämpfung patriotischer Gefühle in der Gesellschaft mehr rechte Extremisten hervorbringt, als die gesamte Propaganda dieser Szene zusammengenommen. Nur wenn dem Gefühl der Identifikation mit der Heimat auch auf nationaler Ebene Raum gegeben wird, können extremistische Auswüchse effektiv bekämpft werden!

Deshalb: Liebe Deine Stadt und liebe Dein Land! – Durch Patriotismus zur Weltoffenheit!

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(Bild: Last Hero, flickr, CC)

Bitte lesen Sie auch diesen Artikel des Autors über die „Grenzen der Freiheit“ auf BlaueNarzisse.de!

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  1. Guter und fundierter Text!

    „Auf jeden Fall aber als blödsinnig, weil es ja purer Zufall sei, ausgerechnet in einem bestimmten Land zur Welt gekommen zu sein.“

    Da wäre es ja schön, wenn der ein oder andere gut integrierte Einwanderer den Linken gelegentlich mal erwiderte, er selbst sei ja eben nicht per Zufall in Deutschland zur Welt gekommen, sondern bewusst hierher gezogen und identifiziere sich mit diesem Land… Mit solchen Menschen, egal woher, verbindet mich viel mehr, als mit den eingeborenen „Deutschland verrecke!“-Extremisten.

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    • Das ist aber eine extreme Minderheit. Die meisten sind hier, weil sie die Sozialtransfers und andere Annehmlichkeiten abgreifen wollen. Wir sind eben nicht attraktiv für den intelligenten und fleißigen (und besser assimilierbaren) Nordostasiaten oder Aschkenasim-Juden, sondern wir bekommen den Rest, den keiner will. Die Japaner und Südkoreaner machen es — noch — vor, wie man sich gut abschottet und auf Robotik setzt (die die meisten Einwanderer, die hier überhaupt Arbeit haben, zu Arbeitslosen machte, da nur 10% der Einwanderer in Deutschland hochqualifiziert sind),.

      Ich gehe daher soweit zu sagen, daß man bestimmte Ethnien nicht „integrieren“ kann. Damit meine ich vor allem Schwarzafrikaner und Moslems. Beide sind ethnisch sehr fremd, und kommen aus vorindustriellen Gesellschaften zu uns. Ein weiteres Problem ist das schlechte Deutsch selbst der „gebildeten“ Einwanderer. Ich möchte als alter Mann nicht in einem Land leben, da nur noch gebrochenes Deutsch gesprochen wird.

      Sarrazin hat seinen Bestseller _vor_ der Migrantenschwemme aus Nahost und Nordafrika geschrieben, das sollte man auch hier stärker betonen. Es gibt mit vielen, die hier bereits leben und sogar die deutsche Staatsbürgerschaft haben, erhebliche Probleme. Die Anforderungen daran, ein „Deutscher zu werden“, sind sehr gering (siehe das YouTube-Video „Buschkowsky bürgert ein“).

      Jede weitere Moschee, die gebaut wird — wie jetzt in München — ist ein Rückschlag und Zeichen dafür, daß große Teile eben nichts als ein Fremdkörper sind, denn Moscheen auf abendländischem Boden sind dekadent und falsch (Richard Millet).

      Man kann es auch so festhalten: je näher das Fremde rückt, desto weniger zieht es einen an. Mir geht es ähnlich wie Lichtmesz: ich hatte vor ein paar Jahrzehnten noch keine Probleme mit dem Orient, hatte sogar Hafis und Rumi gelesen, aber die Zunahme der Moslems hat in mir eine Abscheu gegenüber dieser Kultur erzeugt. Inzwischen kann ich auch kein Arabsich mehr hören — es geht einem nur noch auf den Senkel. Das Machogehabe tut sein übriges.

      Japaner und Juden verhalten sich anders, ja Juden waren bestens integriert und ein großer Gewinn, da sie einen hohen mittleren IQ (110, reine unvermischte Aschkenasim sogar 112-115!!) hatten. Es war der größte Fehler in der Geschichte Deutschlands, die Juden zu ermorden. Zumal sie auch weniger als 1% der Bevölkerung ausgemacht haben (siehe auch Volkmar Weiss: Die Intelligenz und ihre Feinde).

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      • Ich möchte noch hinzufügen, daß Spengler bereits 1930 erkannt hat — in Jahre der Entscheidung — daß die farbige Welt aufgehört hat, den weißen Mann zu „bewundern“, und dies aufgrund der sich nun abzeichnenden Schwäche der Weißen in Verachtung und Hass umschlug.

        So zeigen die meisten außereuropäischen Menschen eine Verachtung für die Weißen, die nicht mehr feierlich ist. Man hat die „Pflicht“, mich aufzunehmen, da ihr a) den Wohlstand nur geklaut habt, wir hätten es genauso gekonnt, oder b) ihr Menschenschlächter seid und die gesamte Welt unterjocht habt sowie c) die westliche Welt ein krasser Gegensatz zu den Herkunfstländer der meisten ist (mit Ausnahme der Nordostasiaten, die aber eh kaum kommen, siehe oben). Man kommt aus einem Land, in dem es so gut wie keine bis wenig funktionierende Infrastruktur gibt, dazu kaum Kultur, und nun tritt man über die Grenze nach Deutschland, England, Frankreich, den USA etc. und sieht (noch) florierende Städte, mit intakter Infrastruktur sowie prallvollen Supermärkten und einer ungekannten Versorgungssicherheit. Dazu Geld umsonst, fürs Faulenzen.

        Das erzeugt dann zweierlei: erst einmal ein Minderwertigkeitsgefühl beim Einwanderer (siehe auch Fjordmans Überlegungen dazu), dieses schlägt dann bald in Verachtung um, da man so versucht, es zu überspielen.

        Ich glaub auch kaum, daß ernsthaft jemand erẅagt, Japan wäre noch Japan, wenn darin 60, 70, 80% Moslems und Schwarzafrikaner lebten. Kultur ist eben auch Ausdruck der Gene eines Volkes.

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        • Dieses Minderwertigkeitsgefühl, das in Verachtung und Gewalt umschlagen kann, sehe ich ebenfalls als ein Riesenproblem. Es sollte aber dafür eine ganz andere Lösung geben. Wer sich gegenüber dem Westen und seinem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem minderwertig fühlt, hat immer noch die Möglichkeit des Rückzugs in den Glauben. Er kann sich ja trotzdem noch als überlegen sehen, da er (vermeintlich oder tatsächlich) nicht moralisch verkommen ist. Allah wird schon dafür sorgen, dass der Westen ganz von selbst in sich zusammenfällt und seiner gerechten Strafe zugeführt wird.

          Allerdings muss man auch sagen: Wer den Weg über die Balkanroute genommen hat, hat angesichts lächerlicher Grenzkontrollen nicht unbedingt den Eindruck gewinnen müssen, in Europa laufe alles rund bzw. Europa sei uneinholbar stark. Er hat in dieser Hinsicht Europa bzw. Deutschland als einen schwachen Kontinent bzw. ein schwaches Land wahrgenommen. Vielleicht bewirken schließlich etwa die Nachrichten von den Silvesterübergriffen auch eine Verminderung des Minderwertigkeitsgefühls: Man fühlt sich als jemand, der durchaus eine Veränderung dieses Landes bewirken kann, das Land kriegt wegen den Flüchtlingen Probleme. Man fühlt sich womöglich gar als ein Mitspieler im Ganzen.

          Um das Ganze auf die Spitze zu treiben: Sollte man (junge männliche) Flüchtlinge/Migranten aus gesamtgesellschaftlichen Gründen in kriminelle Strukturen einbinden oder dies mit Nachdruck unterbinden? Organisierte Kriminalität kann als eine Erweiterung der staatlichen Ordnung gelten nach der Devise: Besser sie sind kontrolliert kriminell als dass sie einen Aufstand gegen den Staat machen. Das wären dann ganz neue Argumente für eine unzureichende Mittelausstattung von Polizei und Justiz. Sie dürfen sich „stark“ fühlen gegenüber der Justiz, sie fühlen sich respektiert innerhalb der Hierarchie krimineller Organisationen und lassen ansonsten die Gesellschaft in Ruhe.

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    • „Deutschland verrecke“ (von denjenigen, die für die unbegrenzte Aufnahme von Flüchtlingen sind) ist auch deshalb totaler Schwachsinn, weil die Ausrufer dieses Satzes nicht im Ansatz überlegen, was sie eigentlich meinen. Sofern sie die Flüchtlinge alle toll finden, müssten sie diese eigentlich fragen, warum sie überhaupt in dieses schändliche Land einreisen. Irgendetwas muss dieses Land ja so furchtbar schlecht machen. Ist es das Klima, ist es der geographische Raum? Das kann es ja nicht sein, schließlich kommen die Flüchtlinge hierhin. Es können also eigentlich nur die Deutschen als Volk gemeint sein, diese konstituieren schließlich den Staat oder haben ihn zumindest in seiner heutigen Form einst gegründet.

      Drum müssten diese Antifa-Extremisten (oder zumindest der Teil der Antifa-Extremisten, der „Deutschland verrecke“ ruft) eigentlich „Deutsche verrecket“ rufen. Somit handelt es sich in der Regel um einen Aufruf zum Selbstmord, der allerdings seitens dieser Extremisten nicht in die Tat umgesetzt wird. Das ist die einzige Lösung, wenn unterstellt wird, dass die Deutschen als genetisch veranlagte Nazis und Völkermörder selbst das Problem darstellen. Einzige Alternative zu diesem Selbstmord wäre die Vermischung mit anderen Völkern. Na dann, „Deutschland verrecke“-Rufer, paart euch schleunigst mit den Flüchtlingen oder lasst euch paaren (zynisch: siehe Köln).

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  2. Ich lehne einen National-Patriotismus à la Frankreich nicht ab bzw. würde ihn gutheißen. Allerdings verstehe ich nicht, warum auch ein eher unpatriotisches Land nicht im Stande sein sollte, seine Grenzen zu schließen bzw. eine Einwanderung nach Kriterien der ökonomischen Nützlichkeit zu betreiben. Gerade ein Land, das mit sich selbst als Nation nicht viel anfangen kann, sollte eigentlich zu einer natürlichen Reaktion der Abschottung neigen: Man ist sich selbst schon zuviel, also lässt man nicht noch massenhaft Menschen aus anderen Kulturkreisen rein, die man aus mangelnder Selbstliebe nicht schafft zu integrieren.

    Patriotismus lässt sich ohnehin nicht argumentativ durchsetzen, praktische Politik schon eher. Daher sollten wir uns darauf konzentrieren, ein begrüßenswerter gesellschaftlicher Wandel ergibt sich bestenfalls von selbst.

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