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Seehofers Beruhigungspillen

Im Dezember 2015 kamen fast genauso viele illegale Einwanderer nach Europa wie im August. Dies zeigt: Alle Maßnahmen, die Asylkrise wenigstens einzudämmen, sind gescheitert. Auch die Türkei hilft uns bisher überhaupt nicht dabei, die EU-Außengrenze besser zu schützen. Alles, was Merkel in den letzten Wochen angekündigt hat, war also nur Sand in die Äuglein der beruhigungsbedürftigen Bürger.

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer versucht dagegen häufig den Eindruck zu erwecken, ein Asyl-„Hardliner“ zu sein. Nun fordert er erstmals eine konkrete Obergrenze für Asylbewerber. Gegenüber der BILD betonte er:

Aus den Erfahrungen der Vergangenheit kann ich sagen: In Deutschland haben wir keine Probleme mit dem Zuzug von 100.000 bis höchstens 200.000 Asylbewerbern und Bürgerkriegsflüchtlingen pro Jahr. Diese Zahl ist verkraftbar, und da funktioniert auch die Integration. Alles was darüber hinaus geht, halte ich für zu viel.

Seehofer hält diese Zahl für machbar, weil er sehr optimistisch davon ausgeht, daß „nur jeder zweite Flüchtling ein Familienmitglied nachzieht“. Dies wäre wahrscheinlich der Fall, wenn die deutsche Kleinfamilie mit einem Kind oder Hund irgendwohin flüchten müßte. Bei den Großfamilien aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie aus Afrika, die sich gerade auf der Völkerwanderung nach Europa und Deutschland befinden, sind jedoch ganz andere Größenordnungen realistisch. Vier, fünf oder sechs zusätzliche Einwanderer über den Familiennachzug sind hier keine Seltenheit, sondern eher die Regel.

Aus diesem Grund würde eine Obergrenze von 200.000 Flüchtlingen ebenfalls dazu führen, daß in Deutschland die Mehrheitsverhältnisse in den nächsten Jahrzehnten kippen. Das Tempo des Bevölkerungsaustausches wäre lediglich langsamer. Statt bei 200.000 Flüchtlingen pro Jahr sollte die Obergrenze also eher bei 20.000 liegen (HIER WIRD DIESER FALL DURCHGERECHNET!).

Seehofer aber wird so etwas niemals fordern, weil er lediglich kurzfristig denkt. Während ein echter Patriot stets die Folgen für die nächsten Generationen seines Volkes im Blick hat, scheint es dem CSU-Vorsitzenden nur um den Applaus im Bierzelt und gute Umfragewerte zu gehen. Hin und wieder verabreicht er deshalb Beruhigungspillen an das Volk, um ihm vorzugaukeln, es gäbe noch verantwortungsvolle Politiker. So ist natürlich auch diesmal seine Forderung, man sollte keine Asylbewerber ohne Papiere mehr ins Land lassen, absolut richtig. Aber hat Seehofer auch den Schneid, sie notfalls im Alleingang durchzusetzen? Wohl eher nicht!

Deshalb sollten wir bei jeder neuen Beruhigungspille, die man uns geben will, immer die Realität im Auge behalten – und die sieht leider katastrophal aus. Zuletzt erhielten 77,9 Prozent der Asylbewerber, deren Herkunft ungeklärt ist, einen Flüchtlingsstatus. Dies ist ein Skandal. Hier müßte Seehofer zunächst einmal ansetzen, aber eben nicht nur mit Worten, sondern mit Taten.

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Wenn Merkel geht, kommt halt Seehofer und wurschtelt weiter! Die Opposition im Bundestag wird nicht müde zu betonen, die Uneinigkeit von CDU und CSU stärke die AfD. Wer wie Seehofer spreche, sorge dafür, daß die Bürger das Original und nicht die schlechte Kopie...

Autor: Felix Menzel

Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

1 Kommentar

  1. Na toll, eine Obergrenze. Was bringt das denn? Irgendwann wird die erhöht, oder man gewöhnt sich daran, daß jedes Jahr soviele kommen. Warum können wir es nicht wie Japan machen? Die haben 2014 circa 15 Menschen aufgenommen, und die Anträge sind meist nicht einmal von Moslems.

    Im hohen Alter kann ich mich dann durch ein Meer von Afrikanern und Moslems kämpfen, und um mich herum wird nur noch gebrochen Deutsch gesprochen — wenn überhaupt.

    Das ist eine Scheiße, sage ich euch. Und das im Land von Goethe und Kant! Ich bin kurz vorm Suizid, habe die Scheiße einfach satt. Und auch wenn die Feinde in den Medien und in der Politik sitzen, kann ich die gierigen und frechen Moslems nicht mehr sehen, die sich mit Victory-Zeichen und absurden Forderungen von selbst disqualifizieren.

    Wenn ich nach Japan gehe, passe ich mich doch an, verdammt nochmal. Ich fordere doch keine Weißwurst-Pflicht in den Kantinen oder daß jetzt jeder Lederhose trägt, um es einmal überspitzt zu formulieren; man merkt, daß wir Deutschen sehr einfach in Japan Fuß fassen könnten, anders als die Moslems, die mit dem Westen so inkompatibel sind, wie man nur sein kann — selbst Schwarzafrikaner sind hier besser in der Assimilation, wenn auch schlecht qualifiziert im Schnitt aufgrund des niedrigen mittleren IQs, aber das ist bei den Moslems ja nicht anders.

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