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Warum alternative Medien jetzt so wichtig sind

Die AfD hat es nun zum ersten Mal geschafft, in einer bundesweiten Umfrage zehn Prozent zu erreichen. Vor wenigen Wochen lag die Partei noch bei drei Prozent – weniger als einem Drittel des aktuellen Wertes – und ihre Zukunft war ungewiss. Heute stehen die Chancen gut, dass im nächsten Jahr drei Landtagseinzüge und 2017 sogar ein Bundestagseinzug glücken könnten. Ein Beitrag von Robin Classen.

Politologen bezeichnen die AfD seit langem etwas despektierlich als „Facebook-Partei“, weil die Alternative dort mit mehr als 165.000 Fans mit Abstand an der Spitze der Parteien-Fanseiten liegt und die Nutzer zudem besonders aktiv sind. Ganz Unrecht haben sie damit nicht: Die Existenz schneller Vernetzungsmöglichkeiten wie sozialer Netzwerke hat der Partei gerade in der Anfangsphase mit Sicherheit stark geholfen. Auch heute noch werden Mitglieder, Unterstützer und Wähler durchaus über die engagierte Facebook-Arbeit auf hunderten Seiten, in dutzenden Gruppen und vor allem auch in den Kommentarspalten von Presse und etablierter Politik gewonnen.

Metapolitik funktioniert endlich

Vor allem aber konnte durch soziale Netzwerke etwas ausgeglichen werden, was der Partei mit wachsendem Erfolg immer mehr verwehrt wird: faire Medienpräsenz. Wer die letzten Wochen der Berichterstattung verfolgt hat, verfängt sich in einem wirren Netz aus Hetze, Lüge und Propaganda der  fast ausschließlich links orientierten Journalisten der Einheitspresse. Umso wichtiger ist, dass sich in den letzten Jahren ein zwar noch deutlich kleineres, aber effizient arbeitendes und ein breites Publikum erreichendes Medienspektrum rechts der Mitte entwickelt hat, dass freiheitlichen Positionen und Weltsichten ebenso Platz bietet wie nüchternen Nachrichten, die andere Medien aus politischen Gründen verschweigen.

Die Junge Freiheit als Wochenblatt ist hier als Vorreiter zu nennen: Aus einer einfachen Studentenzeitung hat sich mittlerweile ein professionelles Wochenblatt entwickelt, das auf hohem Niveau arbeitet und in jedem Quartal erhebliche Verkaufszahlensteigerungen vermelden kann. Auch online nimmt die konservative Zeitung immer mehr die Rolle des meist besuchten Blogs Deutschlands, dem islamkritischen Portal PI-News.net an, welches nach zahlreichen Hacker-Angriffen und Redaktionsumstellungen nicht mehr ganz so stark ist wie noch vor einigen Jahren.

Ein breites Spektrum

Doch die Leistung des Portals mit dem kometenhaften Aufstieg kann nicht hoch genug eingeschätzt werden: Der Beitrag zur Mobilisierung, Aufklärung und Information über Islamisierung und Überfremdung ist erheblich und auch Strategien und Rhetorik hat das Portal massiv geprägt. Einen stärker elitären Anspruch haben hingegen Erzeugnisse wie die Sezession und auch die Blaue Narzisse, die sich weniger dem Alltagsgeschehen als der grundsätzlichen Probleme und tiefergehenden Analysen widmen. Für libertäre Geister stellt auch eigentümlich frei eine Alternative dar. Letztlich besteht ein breit gefächertes Spektrum an Medien, die vom Liberalen über den Konservativen und den Islamkritiker bis hin zum Nationalisten für jeden das richtige Blatt anbieten und zudem noch weit über das eigene Lager hinaus strahlen.

Hier wäre insbesondere Jürgen Elsässers Compact-Magazin zu erwähnen, welches mit eher geringen Chancen gestartet ist und mittlerweile eine ganz wesentliche Rolle spielt. Elsässer schafft es, Linke für rechte Themen zu öffnen und spricht allgemein ein breites Spektrum an. Dieser Umstand lässt auch zahlreiche obskure Positionen und politische Irrlehren, die er und sein Blatt vertreten, auf Grund der Nützlichkeit für die Sache in den Hintergrund treten.

Eine Tageszeitung fehlt noch

Dieses mediale Aufgebot gilt es noch attraktiver zu gestalten und möglichst auf Feindseligkeiten untereinander zu verzichten: Letztlich profitieren alle Portale und Zeitungen von einer Ausweitung der potentiell interessanten Leserklientel durch engagierte Überzeugungsarbeit im Internet wie am Kiosk. Was definitiv noch fehlt, wäre eine freiheitliche Tageszeitung in Deutschland, um auch diese Lücke schließen zu können. Ob und wie das in einer Zeit, in der die Presseerzeugnisse in einer Krise stecken, funktionieren wird, gilt es abzuwarten. Die Hürden sind enorm, doch wenn das Wachstum sich so fortsetzt wie in der Vergangenheit dürften sie überwindbar sein. Erfahrene Journalisten der Jungen Freiheit wären ideal geeignet, für einen derartigen Vorstoß in den nächsten fünf Jahren.

Was jeder tun kann

Wer einen Beitrag zu einer ausgewogeneren Presselandschaft leisten will, sollte ein Blatt abonnieren, seine Weihnachtsgeschenke (insbesondere Bücher!) in einem konservativen Online-Shop anstatt bei Amazon kaufen, Werbematerial und Hefte der Blauen Narzisse in ihrem Shop erstehen und bei Infoständen und Veranstaltungen von Parteien und Organisationen immer auch einen Tisch mit Probeexemplaren der genannten Medien bereithalten – zumal es diese oftmals sogar kostenfrei gibt. Werbung muss multipolarer werden und die Vernetzung voranschreiten, um das volle Potential ausschöpfen zu können. Wer noch nicht begriffen hat, dass soziale Netzwerke, klassische alternative Medien, außerparlamentarische Gruppen wie die Identitären und politische Parteien wie die AfD sich gegenseitig befruchten und daraus massiven Profit schlagen können, hat den Schuss nicht gehört.

Bild: Pixabay

2 Kommentare

  1. Propaganda und Durchhalteparolen wie in DDR Anno Domini 1989.
    Öffentlich-rechtlicher Rundfunk startet Glaubwürdigkeitsoffensive.
    Seit paar Tagen beim durchblättern der Onlineausgaben der Qualitätsmedien seht man ständig ein Werbespot mit Claus Kleber und Anja Reschke. Bei so viel Manipulation glaubt ihnen jetzt keiner mehr. Es kann auch sein, dass mit den Spots einfach eine Beihilfe für die eingeschlagenen Printmedien gemacht wird, damit sie auf „Parteilinie“ bleiben. Geld haben die ÖR ohne Ende. Ich weiß eins, dass ich nichts weiß und alles kann gefälscht und manipuliert werden. Ich frage mich, ob so viele Deutsche für Kopftuchfrauen die nur Kopftuchmädchen produzieren und ihre Erzeuger arbeiten wollen? Ich frage mich, was für eine Dividende hat ein Arbeitnehmer zu erwarten,wenn die Integration gelingt. Werden Arbeitnehmer mehr Geld verdienen und weniger arbeiten? Werden die Wohnungen billiger? Werden die Steuer oder Sozialausgaben gesenkt. Mit Sicherheit nicht. Was passiert, wenn die große Mehrheit der Refugees in H4 landet? Ich frage mich auch, ob die Zustimmung für Merkel immer noch zweistellig ist. Josef Stalin: „Genossen, es ist nicht wichtig, wie das Volk wählt, es ist wichtig, wer die Stimmen zählt.“ Alle Umfragen können manipuliert sein. Es wäre nicht das erste Mal (Landtagswahl in Baden-Württemberg 1996). Fast alle Kommentare im Netz sind negativ. Wenn die Umfragen stimmen, dann ist der repräsentative Wähler bei den Kommentaren im Netz nicht vertreten. Ist der repräsentative Wähler wirklich ein vergreiste Gutmensch? Bei nächsten Wahlen wird es wieder für schwarz-rot reichen! Wir schaffen uns ab..

  2. Ihr Blog ist wichtig und sagt mir sehr zu. Bin schon Abonnent der JF, würde auch Sie ab und zu finanziell unterstützen _ allerdings möchte ich gern selbst überweisen . bitte senden sie mir Ihre Kontonr . Sind sie Gemeinnützig anerkannt?

    Mfg

    R.Grabenhorst

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