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Warum ist „King Abode“ noch hier?

Am 24. September 2016 schrieb ich einen Beitrag über „King Abode“ aus Bautzen. Da der Typ bis heute Ärger macht, aber immer noch nicht abgeschoben wurde, möchte ich den Artikel hier erneut veröffentlichen:

Tragen wir einmal kurz zusammen, was wir über Mohamed Youssef T. (20), den mutmaßlichen Rädelsführer von Bautzen, wissen: Der angebliche Libyer nennt sich „King Abode“, das heißt so viel wie „König des Bleiberechts“. Er sagt ganz offen, daß er nicht zur Schule gehe. Im Internet hat man Bilder von ihm gefunden, wo er mit Waffen um sich schießt.

Trotzdem sei er ein ganz dufter Typ, konnte er jetzt schon mehrfach irgendwelchen Journalisten erzählen. Die Faktenlage sieht etwas anders aus: „King Abode“ lebt seit Ende 2014 in einem Asylheim in Bautzen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat es jedoch bis heute nicht geschafft, über seinen Antrag zu entscheiden. Vermutlich liegt das daran, dass die Behörde seine Herkunft nicht eindeutig klären kann. Für einen Libyer ist er jedenfalls deutlich zu dunkel.

Der König des Bleiberechts vertickt Drogen an Minderjährige

Aber das spielt nur eine nebensächliche Rolle. Denn Mohamed Youssef T. ist in den letzten zwei Jahren andauernd durch irgendwelche Straftaten aufgefallen: Diebstahl wird ihm vorgeworfen, Drogen soll er nehmen und vermutlich sogar an Minderjährige verticken. Eigentlich müßte er deshalb schon längst hinter Gittern sitzen und bei der nächstbesten Gelegenheit abgeschoben werden. Aber wir leben halt in der Bundesrepublik Deutschland und da darf ein „King Abode“ eben alles. Am 9. September 2016 ging es weiter: Der Oberchecker der Bautzner „UMAs“ (unbegleitete minderjährige Ausländer) wurde bei einer Schlägerei zwischen Linken, Nazis und Asylbewerbern festgenommen und kam sofort wieder frei.

Inwieweit er in den darauffolgenden Tagen an den Gewaltausschreitungen seiner Leute beteiligt war, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall läuft „King Abode“ aber weiter frei draußen rum und wird sich totlachen über diesen Kuschelstaat, der jetzt mit ihm ins Gespräch kommen will, um ihm noch einmal zu erklären, daß man keine Flaschen auf Polizisten wirft, Frauen nicht betatscht und Jugendlichen keine Drogen andreht.

Jakob Augstein macht alle Sachsen zu Nazis

Währenddessen darf sich ein Jakob Augstein in eine der wichtigsten Talkshows des Landes setzen und erklären, nicht „King Abode“ sei das Problem, sondern die sächsische Polizei. Genauso wie die Bürger im Freistaat Sachsen seien nämlich auch die Beamten alles Nazis, meint Augstein ernsthaft. Selbst der linke Oberbürgermeister von Bautzen wird in der Talkshow verdächtigt, ein Kryptorechter zu sein, weil er dort angeblich Medienschelte betrieb.

Trotz zivilgesellschaftlich verordneter Lichterkette „gegen rechts“ in Bautzen bleiben die Probleme dennoch bestehen. „King Abode“ und seine Freunde werden weiter randalieren und sich wie die Axt im Walde benehmen. Demgegenüber drehen einige Bürger aus Angst und einige Rechtsextremisten aufgrund tatsächlichem Ausländerhaß immer weiter durch. Gerade weil „King Abode“ noch nicht im Flugzeug nach Hause sitzt, werden jetzt auch völlig unschuldige, friedliche und sogar deutsche Bürger angegriffen, sofern sie etwas ausländisch aussehen.

Durch Gewaltverleugnung schaffen wir uns so unser eigenes Chaos. Irgendwann ist nicht mehr festzustellen, wer denn da eigentlich angefangen hat. Da prügeln dann einfach Linke, Rechte und Ausländer gegenseitig wild aufeinander ein. Mittendrin bekommt die Polizei ein paar Bierflaschen und Steine ab und einmal die Woche wird ein völlig Unbeteiligter aufgrund seiner Hautfarbe, Nase oder Kleidung gelyncht.

Auf dem Weg in den multikulturellen Überwachungsstaat

So sieht die Realität aus in einem multikulturellen Staat mit schwacher Ordnungsmacht. Zwei Alternativen gibt es dazu: Zum einen kann der Staat aufrüsten und halbwegs für Ordnung sorgen. Diesen Weg will die Bundesrepublik Deutschland gehen, schreckt jedoch bisher – wie der Fall „King Abode“ zeigt – davor zurück, gegen ausländische Aggressoren konsequent durchzugreifen, weil die Ideologie der Gutmenschen dies verbietet. Ein solcher „starker“, multikultureller Staat ist für die Deutschen jedoch auch die Hölle. Er wird alles daran setzen, abweichende Meinungen zu unterdrücken und das neue Mischvolk mit Brot und Spielen zufriedenzustellen.

Zum anderen bestünde die Alternative, das Problem an der Wurzel zu packen und alle kriminellen, arbeitslosen und nicht-integrierten Ausländer schrittweise in ihre Heimat zurückzuschicken. Wer über eine solche Remigration sprechen will, kommt um die Gewaltfrage aber nicht herum, da viele der Abzuschiebenden nicht freiwillig gehen werden und in Deutschland ca. 75.000 bis 100.000 ausländische Extremisten leben, die deutlich aggressiver zur Tat schreiten dürften, als man es von deutschen Rechts- und Linksextremisten befürchten muß.

Weil alle Zukunftsoptionen für Deutschland so viele Nachteile haben und deshalb gerade diejenigen, die die Wahrheit aussprechen, immer über 50 Prozent des Wahlvolkes gegen sich haben werden, läuft alles auf eine weitere Verschleppung der Konflikte und De-Mobilisierung der Bürger bis hin zur Gleichgültigkeit hinaus. Dagegen lassen sich natürlich Zeichen setzen und in den Parlamenten können wohl auch die schlimmsten Fehlentwicklungen der letzten Jahre korrigiert werden, aber die Hauptrichtung ändern kann wahrscheinlich niemand. Viel eher ist anzunehmen, daß die größenwahnsinnigen Projekte des heutigen sanften Totalitarismus genauso wie ihre harten Vorgänger eines Tages an ihren eigenen Widersprüchen und Konstruktionsfehlern scheitern. Hoffen wir, daß es dann nicht schon zu spät ist für Deutschland!

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Autor: Felix Menzel

Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

4 Kommentare

  1. „Föderation der Demokratischen Türkischen Idealistenvereine in Europa“:

    Treue-Schwur (Arbeitsübersetzung des Landesamtes für Verfassungsschutz:)
    „Bei Allah, dem Koran, dem Vaterland, der Fahne wird geschworen: Meine Märtyrer, meine Frontkämpfer sollen sicher sein: Wir, die idealistische türkische Jugend, werden unseren Kampf gegen Kommunismus, Kapitalismus, Faschismus und jegliche Art von Imperialismus fortführen. Unser Kampf geht bis zum letzten Mann, bis zum letzten Atemzug, bis zum letzten Tropfen Blut….“
    Personenpotenzial des eingewanderten islamischen Rechtsextremismus (Islamisten plus „Graue Wölfe“): 63.620 Personen (fast dreimal so stark wie einheimische Rechtsextremisten.)
    http://www.achgut.com/artikel/der_zugewanderte_rechtsextremismus_in_deutschland

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