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Wenn Merkel geht, kommt halt Seehofer und wurschtelt weiter!

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Die Opposition im Bundestag wird nicht müde zu betonen, die Uneinigkeit von CDU und CSU stärke die AfD. Wer wie Seehofer spreche, sorge dafür, daß die Bürger das Original und nicht die schlechte Kopie wählen. Hilft es also der AfD, wenn die CSU jetzt noch einmal eine weitere Verschärfung des Asylrechts fordert? Ein Kommentar von Felix Menzel.

Laut Medienberichten will die CSU am Wochenende beschließen, sich für eine Obergrenze von 200.000 Flüchtlingen pro Jahr einzusetzen. Zudem soll die doppelte Staatsbürgerschaft wieder abgeschafft und Zuwanderer aus christlichen Ländern bevorzugt werden. Die Gespensterdebatte „Burka-Verbot“ verfolgt die CSU ebenfalls weiter und will dies durchsetzen, wo immer es rechtlich möglich sei.

Seehofers folgenloses Herumgepolter

Wie wenig ernst es Seehofer allerdings ist, zeigt die Tatsache, daß er bereits seit einem Jahr folgenlos herumpoltert. Wäre Seehofer ein echter Patriot, hätte er die Grenze zu Österreich notfalls mit der bayerischen Landespolizei dichtgemacht und wirklich gegen die alternative Merkel-Politik in Karlsruhe geklagt. So aber drängt sich der Verdacht auf, CDU und CSU verfolgen eine genau abgestimmte Strategie mit Seehofer als Plan B, sollte die jetzige Bundeskanzlerin wirklich irgendwann weg müssen.

Wenn Merkel dem Volk nicht mehr vermittelbar sein sollte, dürfte die Union Horst Seehofer ins Rennen um das Bundeskanzleramt schicken. Sie würde auch sehr wahrscheinlich gewinnen, weil die SPD mit ihrer Zauderpolitik und dem Verrat der Idee der sozialen Gerechtigkeit keine echte Konkurrenz ist.

Schreckensszenario Linksbündnis?

Sollte Merkel sich zurückziehen, hätte die Union außerdem ein weiteres Ass im Ärmel: Viele Deutsche würden sich dann vor einer Deutschlandabschaffer-Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei fürchten, die nur eine starke Union aufhalten könnte. Im Bundestagswahlkampf können wir uns schon einmal auf das Argument der Pseudokonservativen einstellen, die betonen werden: „Wer AfD wählt, bringt eine linke Koalition an die Macht.“ Es genügt ein klein wenig Mathematik, um dieses Schreckensszenario zu untermauern: Kommen AfD und Union zusammen auf 40 Prozent, könnten Sigmar Gabriel, Anton Hofreiter und Gregor Gysi ein Linksbündnis schmieden.

Wer will das schon, wird die Union es dem Volk zurufen und sich wieder einmal als kleinstes Übel darstellen. Die AfD darf dann nicht den Fehler machen, auf die Machtspielchen der Hydra hereinzufallen. Es ist egal, ob Merkel Kanzlerin bleibt, Seehofer nach Berlin umzieht oder der verlogene Gabriel doch irgendwie mit Hilfe der SED-Nachfolgepartei an die Macht kommt. Alle haben ein ähnliches Ziel: Deutschland zu einem multikulturellen Überwachungsstaat umzubauen, der auf der Basis von Identitätsverleugnung, „Brot und Spielen“ sowie einem Dauerschuften der fleißigen Deutschen funktionieren soll.

Dieses Gesamtkonzept so zu benennen und abzulehnen, ist Aufgabe der AfD. Bleibt sie dabei konsequent, wird sie unabhängig davon, wie Merkel und Seehofer das Volk versuchen, hinters Licht zu führen, Erfolg haben!

(Bild: Horst Seehofer; von: Metropolico.org, flickr, CC BY-SA 2.0)

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Veröffentlicht von

Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

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