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DIE ZEIT und das Großkapital

Diesen Beitrag solltet ihr alle lesen, weil er wunderschön zeigt, wo die Linke heute steht: nämlich direkt an der Seite der Konzerne. Da paßt kein Blatt Papier dazwischen. Das ist eine perfekte Symbiose.

Zitat aus dem ZEIT-Artikel, der beweisen will, daß es wirtschaftliche Nachteile für die USA mit sich bringen würde, wenn man alle Illegalen in ihre Heimat zurückschickt:

Die Rating-Agentur Moody’s befürchtet daher unter anderem Arbeitskräftemangel sowie höhere Arbeitskosten als potenzielle Folgen der Umsetzung von Trumps Plänen. Unternehmen müssten Löhne und Preise deutlich anheben.

Ja, das wäre wirklich dramatisch, wenn die US-Unternehmen den einheimischen Arbeitskräften höhere Löhne zahlen müßten, weil es keine Reservearmee mehr gibt. Ironie aus.

Noch was:

Schon klagt das Hotel- und Gaststättengewerbe, dass sich nicht genug US-Bürger für die Jobs finden, um das Wachstum der Branche zu sichern.

Tja, Pech gehabt, ihr Sklavenhalter! Dann müßt ihr wohl einfach dem Zimmermädchen ein paar Dollar mehr zahlen oder eben auf euer blödes Wachstum verzichten. Eine Volkswirtschaft bricht jedenfalls nicht zusammen, nur weil die Hotels nicht weiter wachsen. Das ist völlig irrelevant.

Wenden wir uns aber einem weiteren Argument zu:

Das US-Landwirtschaftsministerium warnte bereits 2012, ein deutlicher Rückgang der Zahl illegaler Arbeiter werde zu langfristig schrumpfender Produktion und Exportausfällen führen.

Exportausfälle! In den USA wird also trotzdem niemand verhungern, heißt das im Klartext. Die US-Lebensmittelexporte nach Afrika als angebliche „Entwicklungshilfe“ sorgen übrigens dafür, daß dort nicht vor Ort angebaut werden muß. Global betrachtet, könnten diese „Exportausfälle“ also ein Segen sein. Gerade in der Landwirtschaft brauchen wir wieder ein lokaleres Denken. „Small is beautiful!“

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Autor: Felix Menzel

Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

1 Kommentar

  1. Die Linken sind alle so „gut“. Ausserdem sind sie sehr öko und weit weg von der Industrie.
    Genau deshalb verstehen sie nicht… die Manipulationen der Industrie (die immer nur auf ihren eigenen Gewinn aus ist).

    Die Linken halten sich alle an allerhand Gesetze und Regelungen die von den Lobbyisten durchgebracht wurden.
    Zu wessen Vorteil?!

    Trump ist da anders. Der versteht wie falsch es bei Firmen und der Industrie zugeht. Ihn interessieren die Details gar nicht. Die Details sind in dem Fall nämlich nur Ablenkungsmaneuver von den Mächtigen. Wenn man sich mit den Details befasst, kommt man nie raus aus der Spirale, und kann nie ernsthaft Sachen erneuern, oder grundsätzlich neu regeln.
    Darum agiert Trump, wie er agiert. Er will Sachen ändern. Und er packt es eigentlich richtig an. Er verliert sich nicht in Details, und bestimmt es rein aus seinem Gewissen. Das hat eine grosse Dynamik, und man kann damit sehr viel erreichen. Sehr viel mehr als Leute die sich an all den Wulst an Regelungen usw. halten wollen.

    Was wäre wenn es Clinton geworden wäre?? Eben! Gar nichts. Nichts hätte sich verändert.

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