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Neue Krawalle in Idomeni: Mazedonien schützt Europa

Das Türkei-Abkommen in Hinblick auf Asylfragen ist für Europa ein absurder Kuhhandel: Für jeden in die Türkei rückgeführten illegalen Einwanderer muss die Europäische Union schließlich einen Syrer aufnehmen, sodass die tatsächliche Zahl der Asylbewerber kaum zurückgehen dürfte. Robin Classen über die Lage in Idomeni.

Der einzige Effekt, sollte das Verfahren überhaupt durchführbar sein: Es werden in Zukunft mehr Syrer zu uns kommen und weniger Asylbewerber aus anderen Staaten. Doch spätestens seit dem von einem Syrer gelegten Wohnungsbrand samt Hakenkreuzschmierereien in Bingen und der Verhaftung syrischer IS-Sympathisanten in ganz Europa, dürfte bekannt sein, dass auch Syrer nicht das vielbemühte Klischee der armen „Schutzsuchenden“-Familie erfüllen.

Migranten in Griechenland stehen plötzlich vor dem Nichts

Für eine Personengruppe könnte das Türkei-Abkommen hingegen desaströse Folgen haben: Diejenigen Migranten aus aller Welt, die bereits auf europäischem Boden angekommen sind und derzeit vor allem in Griechenland auf ihre Weiterreise ins gelobte Land BRD warten, und bereits tausende Euro an Schlepperbanden gezahlt haben, stehen vor dem Nichts. Ihnen droht nun – zumindest theoretisch – die Abschiebung in eine ungewisse und vor allem mittellose Zukunft in der Türkei.

Dieser Umstand hat sich wie ein Lauffeuer in den griechischen Asylantenlagern verbreitet, vor allem im bekanntesten in Idomeni an der mazedonischen Grenze. Dort versammelten sich jetzt erneut etwa 500 Asylbewerber, warfen Steine auf die mazedonischen Grenzbeamten und versuchten den Zaun zu stürmen, um ihre finanziellen Träume auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung in Europa doch noch realisieren zu können.

Zuvor tauchte im rund 11.000 Araber fassenden Asylantenlager in Idomeni abermals ein professionell gestaltetes Flugblatt mit der Aufforderung auf, die Grenze zu stürmen. Der Urheber ist bislang nicht ermittelt. Bereits im März ließen sich 2.000 Asylbewerber von österreichischen Grünen und anderen „Helfern“ dazu motivieren, einen reißenden Fluss zu überqueren, wobei mehrere von ihnen den Tod fanden, während Gutmenschen am Flussufer standen und eifrig das Leid fotografierten, um ihren Landsleuten ein schlechtes Gewissen einreden zu können.

Mazedonien verteidigt europäische Interessen

Die mazedonischen Grenzbeamten taten derweil das einzig sinnvolle und feuerten aus allen Rohren auf die gewalttätigen Asylbewerber: Tränengas, Blendgranaten und Gummigeschosse prasselten auf sie nieder und bewiesen, dass zumindest die Mazedonier noch zu wissen scheinen, wer Herr im Hause Europa ist. 300 Asylbewerber wurden verletzt, aber auch 23 mazedonische Grenzschützer. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras verurteilte gemeinsam mit den üblichen Verdächtigen im Nachgang das Verhalten Mazedoniens, welches Ungarn mittlerweile als europäischer Prügelknabe abgelöst zu haben scheint. Trotzdem dürfte der Minister für Bürgerschutz, Nikos Toskas, recht haben, wenn er betont, die heute Zurückgewiesenen und Geschlagenen seien womöglich die „Dschihadisten von morgen“.

Völlig absurd muten jedoch aktuelle Diskussionen des wissenschaftlichen Beirats des Bundestages an. Diesen hat nämlich die linke Abgeordnete Ulla Jelpke mit der Erstellung eines Gutachtens zur Frage beauftragt, ob durch deutsche Marineschiffe im Mittelmeer gerettete Asylbewerber in die Türkei gebracht werden dürften, wie es momentan auch praktiziert wird. Daran habe der wissenschaftliche Beirat laut Tagesschau.de, denen das noch nicht veröffentlichte Gutachten bereits vorliegt, „Zweifel“, weil die Türkei gelegentlich auch Asylbewerber nach Syrien zurückschicke und „nicht in jedem Einzelfall“ die vollen Flüchtlingsrechte gewährleistet werden könnten.

Ob die Flüchtlinge deshalb von der deutschen Marine nach Griechenland – und damit auf europäischen Boden – gebracht werden sollten, bleibt offen: Die Bundeswehr würde dann im Mittelmeer im Prinzip das Geschäft der Schlepper übernehmen, was auch ohne bilaterale Zustimmung Griechenlands kaum denkbar wäre. Alternativ werfen die Journalisten der Tagesschau auch in den Ring, die Asylbewerber doch direkt nach Deutschland zu holen: Vermutlich ganz im Sinne Ulla Jelpkes und der Linkspartei.

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1 Kommentar

  1. „um ihre finanziellen Träume auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung in Europa doch noch realisieren zu können.“

    Klare Worte, die man sonst (beinahe) nirgends in seriösen Veröffentlichungen findet. Danke.

    Man fragt sich, wie blöd man eigentlich sein muß, mit Gewalt an Sozialleistungen auf einem fremden Kontinent zu kommen. Die Gutmenschen, die Tote in Kauf nehmen, sind kein Deut besser als diese Einwanderer.

    Woher kommt eigentlich dieser Glaube, jeder habe das Recht auf Wohlstand? Es war lange Zeit so: man wanderte aus eigener Kraft und Anstrengung — d.h., vor allem durch Bildung oder harte Arbeit — in ein fremdes Land ein, für das man etwas empfand: der Traum von Amerika, das man bewundert, oder die Wahljapaner, -engländer, -franzosen, -italiener etc. pp. Hier aber kommen Menschen, die den gerade von weißen Europäern erzählten Unfug vom „unberechtigten Wohlstand“ glauben und uns vorhalten; denen das Land weitestgehend egal ist, Deutschland gilt eben nur als „reich“ und wird abgegrast. Es sind keine Wahldeutschen! Unsere Geschichte ist ihnen egal, das Land bleibt austauschbar.

    Ich verweise an dieser Stelle auf ein Video von Stefan Molyneux, der die Mär vom Reichtum, der immer auf Ausbeutung basiere, als eine der „Big Lies“ ausgemacht hat (neben anderen wie dem Multikulturalismus):

    https://www.youtube.com/watch?v=3LooltgB254

    Mit macht das Leben jedenfalls immer weniger Freude, denn wie sieht es in 20, 30, 40 Jahren aus? Millionäre verlassen Paris, verlassen Frankreich. Ich ahne nichts Gutes.

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