Bürgerkrieg
Artikelformat

Sehnsucht nach dem Bürgerkrieg

4 Kommentare

Nachdem jeder friedliche Protest gegen die Masseneinwanderung in den letzten Monaten kriminalisiert wurde, werfen einige Deutsche jetzt wirklich Steine und zünden Asylheime an. Und es wird weiter gehen: Die arroganten Besuche von Angela Merkel und Sigmar Gabriel in Heidenau sowie das rasante Tempo der Völkerwanderung nach Europa und Deutschland werden dazu führen, daß der Fremdenhaß in nächster Zeit noch ganz andere Ausmaße annehmen wird.

In den letzten Wochen ist auch auf Seiten der Rechten eine richtiggehende Sehnsucht nach dem Bürgerkrieg entstanden. Auf Seiten der Linken gibt es diese sowieso schon länger. Und man darf sich nichts vormachen: Diese Sehnsucht ist sowohl bei den Linken als auch den Rechten gut begründet. Was soll denn der einzelne Bürger, der sich um den Fortbestand seines Volkes sorgt oder den unzähmbaren Kapitalismus kritisieren möchte, unternehmen, was Aussicht auf Erfolg hat?

Ein alternativloser Plan für Deutschland

Die politisch-mediale Klasse hat einen dermaßen alternativlosen Plan für die Zukunft Deutschlands entworfen, so daß Radikalismus geradezu entstehen muß. Man darf zwar in irgendeiner Nische oder auf irgendeinem Marktplatz für eine andere Politik protestieren, aber ernstgenommen wird der Bürger deshalb noch lange nicht. Im Gegenteil: Er wird beschimpft und verachtet, wenn er mehr will, als nur symbolischen Protest zu leisten, der folgenlos bleibt.

Andere Bühne, gleiches Problem: Normalerweise müßte es derzeit in den deutschen Talkshows richtig heftig zur Sache gehen. Gerade jetzt gibt es schließlich die Gelegenheit, unterschiedlichste Meinungen aufeinanderprallen zu lassen. Doch was geschieht? Die politisch-mediale Klasse führt ihr selbstreferentielles Spielchen mit Scheindebatten fort. Anstatt über Masseneinwanderung, Überfremdung und den Lebenswillen des deutschen Volkes zu sprechen, geht es bürokratisch zu und die CSU gilt schon als ausländerfeindlich, wenn sie mal das Asyl-Taschengeld für „Balkan-Flüchtlinge“ infrage stellt.

So schlimm das auch klingt: Die Gewalt ist gut begründet

Was soll also der „besorgte Bürger“ machen, wenn er jeden Tag wieder feststellen muß, daß in Deutschland keine grundsätzlichen Debatten möglich sind? Liegt es bei einem solchen Zustand der Demokratie nicht nahe, daß einige Verzweifelte die Dinge mit Gewalt klären wollen?

Anfang der 1990er-Jahre schrieb der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger in seiner immer noch lesenswerten Schrift Aussichten auf den Bürgerkrieg davon, daß die winzigen, stummen Kriegserklärungen von Bürgern kämen, die keine Überzeugungen mehr für ihre Gewalt bräuchten. Ideologien, Ethnien und verschiedene Interessenslagen spielten im „molekularen Bürgerkrieg“, der bereits begonnen habe, keine Rolle mehr. Sie würden lediglich als Requisiten dienen, war sich Enzensberger sicher.

Welcher Widerstand ist möglich?

Heute wissen wir, daß der kluge Seismograph sich irrte. Sowohl auf der Linken als auch auf der Rechten besteht kein Mangel an festen Überzeugungen. Eine diffuse Ideologie, die niemand enttarnen können soll, vertreten vielmehr die Mächtigen, um ihre Politik als Sachzwang erscheinen zu lassen.

Genau das ist das Problem unserer Zeit: Die angeblichen Demokraten der Mitte vertreten keine klaren Meinungen mehr, um so die kontroverse öffentliche Debatte auszuschalten. Zugleich schaffen sie Fakten über angeblich alternativlose Veränderungen, die sie angeblich gar nicht steuern können.

Anständiger Protest, der ins Leere läuft

Welcher Widerstand ist gegen eine solche versteckte Meinungsdiktatur schon möglich? Es fällt äußerst schwer, den Bekloppten, die Steine werfen, zu erklären, wie sie ohne Gewalt ihre politischen Ziele erreichen können. Mit Gewalt wird es aber auch nicht gehen, weil Gewalt nur zu einer Verschärfung der Repressalien führen wird.

Nur ein Aufstand der Vernünftigen kann die Masseneinwanderung beenden! Dies argumentativ zu begründen, fällt jedoch äußerst schwer, weil die derzeitige totalitäre Demokratie es geschafft hat, jeden anständigen Protest ins Leere laufen zu lassen.

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Dann unterstützen Sie Einwanderungskritik mit einer kleinen Spende. Fünf Euro reichen bereits aus, damit hier ein Jahr auf hohem Niveau gearbeitet werden kann: 

cover_blogWeltweit gibt es derzeit so viele Migranten wie nie zuvor. Woher kommen sie? Wohin wollen sie? Und welche Ursachen hat die Masseneinwanderung? Felix Menzel erklärt, welchen Einfluß die Vernetzung, die Überbevölkerung und die Utopie globaler Gerechtigkeit auf die internationalen Migrationsströme haben. Menzel bleibt jedoch nicht bei der Analyse stehen: Er macht konkrete Vorschläge, wie Deutschland und Europa Einwanderung sinnvoll begrenzen könnten. Ihm geht es dabei nicht um das Herumdoktern an Symptomen. Er plädiert dafür, daß wir durch eine Neuausrichtung unserer Außenpolitik die Ursachen der Masseneinwanderung an der Wurzel packen sollten, denn jede Krise und jeder Bürgerkrieg in der Welt führen unmittelbar zu einem Flüchtlingsansturm auf Europa. Hier bestellen: Felix Menzel: Die Ausländer. Warum es immer mehr werden. 100 Seiten. 8,50 Euro. Chemnitz 2015.

(Bild: Antifa, Montecruz Foto, flickr, CC)

Verwandte Themen

Vortrag in Dresden am Donnerstag, den 15. September 2016 Morgen bin ich in Dessau und am Donnerstag würde ich mich freuen, wenn ihr in Dresden bei unserer Buchvorstellung vorbeischaut. Die Veranstaltung in Dresden ist kostenlos. Bitte anmelden, da wir n...
Der offene Bruch mit der Bundesrepublik Angesichts der sich immer weiter verschärfenden Sicherheitslage in Deutschland muss die Regierung endlich in der Asylfrage zur Besinnung kommen, sonst steht uns das Schlimmste bevor. Doch danach sieht...

Veröffentlicht von

Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

4 Kommentare An der Unterhaltung teilnehmen

  1. Klug erkannt, Felix. Aber Sehnsucht würde ich es nicht nennen, es ist schlicht notwendig… Einige Gründe warum, hast du angeführt. Aber der Hauptgrund ist, das uns die Zeit davon läuft! Wir müssen etwas dagegen machen und das jetzt!
    Das wir alle eiskalt beschissen werden, das sie uns und unsere Heimat gnadenlos verkaufen, das sind nur Aspekte.

    Antworten

    • Was ist die größte Angst des Deutschen heute? Als Nazi bezeichnet zu werden. Von der Kita bis in den Job wird ihm eingebleut links und bunt ist super. No-go-areas werden als normal und Moscheen als deutsche Kultur eingeteilt. Deutsche Geschichte und Kultur nur als schlecht und verabscheuungswürdig hungestellt. Fast ein Jahr der Pegidamassenbewegung ist nun rum, was hat man bei den Politeliten und der Presse nicht alles getan um diese Menschen als dumpf, abgehängt und was sonst was zubetitulieren. Alles war superfriedlich und demokratisch…, dass hat vielen nicht gepasst und nun hat man den Salat, die beleidigten fangen an zu denen zu tiegern als die sie beschimft wurden. Gewalt darf zwar nicht zu Lösung verkommen, aber die Gutmenschen die das ganze letzte Jahr kritische Beiträge löschten, Demonstranten verunglimpft haben, Lichter in Kirchen ausstellten und proasyl brüllten, sollten sich nun mal fragen welche Schuld sie selber an der Eskalation tragen. Nein ich bin froh, dass es im Moment kracht denn auf friedliche Proteste hört ja niemand.

      Antworten

  2. Über das Irrationale in der deutschen Seele

    Willkommenskultur – für nicht wenige Bürger in diesem Lande stellt partout diese sprachliche Neuschöpfung bereits heute das Unwort des Jahres 2015 dar.

    Die entsprechenden Bilder, die diesbezüglich von den Mainstream-Medien veröffentlicht werden, zeigen Menschen deutscher Herkunft, welche sich aufopferungsbereit um das Wohl von sogenannter Refugees (Flüchtlinge) bemühen. Differenziert wird dabei ganz offensichtlich kaum oder gar nicht zwischen solchen Personengruppen, die mit einer sehr hohen materiellen Anspruchshaltung ohne jedwede Rechtsgrundlage in dieses Land einwandern (wollen), und politisch bzw. religiös Verfolgten.

    Auffällig ist ferner, dass es in der überwiegenden Mehrzahl Frauen sind, die neben staatlichen Institutionen freiwillig und äußerst engagiert ihre wohl wahrhaftige Empathie ausdrücken – und zwar völlig Fremden gegenüber, in der Mehrzahl Männer im Lebensalter zwischen 18 und 35 Jahren.

    Es scheint also keine Fehlinterpretation zu sein, dass auf der Seite deutscher Frauen – gleich, ob jung oder alt – ein ausgeprägtes Bedürfnis zur Emotionalität besteht. Und beim kritischen Betrachter entsteht die Frage, in welchem Umstand sich diese Tatsache begründen mag.

    Eine Vermutung ist, dass der weibliche „Bemutterungsinstinkt“ in diesem Land befriedigt wird – nicht zuletzt aufgrund geringer Geburtenzahlen, fehlender Kinder und Kindeskinder.

    Es ist nicht auszuschließen, dass die Eheschließungen zwischen deutschen Frauen und Flüchtlingen in naher Zukunft drastisch ansteigen werden. Der fremdländische Mann, im besten reproduktionsfähigen Alter, ist nicht weichgespühlt. Vielmehr dominiert in arabischen bzw. in solchen Kulturen der Macho. Und ganz sicher identifiziert sich dieser nicht mit einer in Deutschland weit verbreiteten Haltung des männlichen Geschlechts, seine ihm angeborenen Verhaltensweisen (Dominazgebahren etc.) freiwillig durch Sozialisationsprozesse aufzugeben.

    Mitunter mag dieser Zusammenhang bis dato noch nicht dasjenige Maß an öffentlicher Aufmerksamkeit erhalten, welcher ihm eigentlich gebührte. Fakt ist jedoch, dass sich zwangsläufig aus dem sich einstellenden „Männerüberschuss“ zumindest destruktive Verhaltensweisen entwickeln könnten, welche tiefgreifende gesellschaftliche Auseinandersetzungen zwischen den Einheimischen und den Kulturfremden nach sich zögen.

    Das mitunter in diesen Tagen schon spürbare Aggressionspotenzial unter rechts gesinnten deutschen Männern ist allerorts spürbar. Und es ist nicht auszudenken, was sich insofern in den nähsten Wochen und Monaten noch entwickeln wird. Niemand weiß das – weder Soziologen noch Psychologen, weder Juristen noch Politologen.

    Festzustellen ist freilich, dass eine ganz neue Form des Selbstbewusstseins auch und gerade innerhalb der jüngeren Generation entsteht, der man eine eigene deutsche Identitätsbildung zwar nicht verwehrt hat, der man allerdings Begriffe wie Nation, deutsche Kultur, deutsches Wesen etc. pp. systematisch genommen hat.

    Es ist legitim, von einer Art der Massenvergewaltigung zu sprechen. Jeder Mensch, man erinnere sich bitte an entsprechende wissenschaftliche Erkenntnisse des Begründers der Humanethologie, namentlich ist hier von Professor Eibl-Eibesfeldt die Rede, die etwa das Phänomen der Xenophobie – der Angst vor dem Fremden – als dem Menschen immanent qualifizieren.

    Was an dieser Stelle ein wenig hochtrabend klingen mag, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als eine Verhaltenskomponente, die entweder kompensiert oder kanalisiert werden muss. Das Thema Gewalt wird uns in diesem Zusammenhang ganz sicher weiterhin noch beschäftigen müssen – der selbst ernannte Homo sapiens sapiens mag zwar zur Weisheit fähig sein, seine tierischen Wurzeln hat er jedoch längst noch nicht überwunden.

    Antworten

    • Du kannst ja noch nicht mal richtig Deutsch, du dumme Nuss!

      Antworten

Schreibe eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.